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Exxon Mobil ernennt Alex Volkov zum Chef des globalen Handels

Der langjährige Exxon-Manager übernimmt die Handelssparte, während sein Vorgänger in den Ruhestand geht.

Exxon Mobil ernennt Alex Volkov zum Chef des globalen Handels

Exxon Mobil plant laut Insidern, Alex Volkov zum neuen Leiter des globalen Handels zu ernennen. Das berichtete Reuters am Donnerstag unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Volkov würde damit die Nachfolge von Tracey Gunnlaugsson antreten, die die Handelssparte seit 2023 leitete und nun vor dem Eintritt in den Ruhestand steht.

Exxon Mobil lehnte eine Stellungnahme zu den Personalplanungen ab. Auch Volkov selbst war für Reuters zunächst nicht für eine Reaktion erreichbar. Die Personalie ist damit noch nicht offiziell bestätigt, gilt Insidern zufolge aber als beschlossene Sache.

Drei Jahrzehnte Erfahrung bei Exxon

Alex Volkov ist in Texas ansässig und laut seinem LinkedIn-Profil seit fast drei Jahrzehnten bei Exxon tätig. In dieser Zeit bekleidete er Positionen in den USA, Russland und London. Er war als Vice President in verschiedenen Geschäftsbereichen aktiv, darunter im globalen LNG-Marketing, im Bereich Upstream Commercial sowie in Strategie und Geschäftsentwicklung. Zuletzt war er im Bereich Commercial and Integration tätig.

Neben Gunnlaugsson verlässt auch David Brown das Unternehmen. Der Händler für internationales Rohöl werde ebenfalls in den Ruhestand gehen, berichteten drei Insider übereinstimmend. Damit vollzieht Exxon im Handelsbereich einen spürbaren personellen Umbruch.

Milliardenverluste im Derivategeschäft belasten Exxon

Der Führungswechsel fällt in eine schwierige Phase für Exxons Handelsabteilung. Im ersten Quartal verzeichnete der US-Ölkonzern einen Buchverlust von 3,9 Milliarden US-Dollar aus Derivatgeschäften. Dieser Verlust drückte den Nettogewinn auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren.

Das steht in deutlichem Kontrast zur Entwicklung bei europäischen Ölkonzernen. Diese erzielten im ersten Quartal Milliardengewinne aus ihrem Handelsgeschäft – begünstigt durch die Energieknappheit infolge des Krieges zwischen den USA und Israel gegen den Iran. Europäische Konzerne wie Shell oder BP haben über Jahrzehnte gezielt ihre Handelsabteilungen ausgebaut und profitieren nun von dieser Strategie.

Für Exxon verdeutlichen die Verluste, dass der US-Konzern im Bereich des aktiven Energiehandels gegenüber europäischen Wettbewerbern strukturell im Rückstand liegt. Mit der Ernennung eines erfahrenen internen Managers wie Volkov signalisiert das Unternehmen, dass es die Handelsaktivitäten künftig stärker in den Fokus rücken will. Ob und wie schnell sich die Ergebnisse unter neuer Führung verbessern, bleibt abzuwarten.

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