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Exxon Mobil erhält Tiefsee-Auftrag in Trinidad

Milliardeninvestition möglich, falls große Öl- und Gasreserven entdeckt werden

Exxon Mobil erhält Tiefsee-Auftrag in Trinidad

Exxon Mobil hat in Trinidad und Tobago umfangreiche Tiefsee-Explorationsrechte erhalten und könnte nach Angaben von Energieminister Roodal Moonilal bis zu 21,7 Milliarden US-Dollar investieren, falls in dem Gebiet förderbare Öl- und Gasreserven entdeckt werden. Der US-Energiekonzern wurde am Dienstag mit der Erkundung eines Areals beauftragt, das laut Minister größer ist als die gesamte Landfläche des karibischen Staates. Es handelt sich um Exxons Rückkehr nach Trinidad und Tobago nach einer Abwesenheit von zwei Jahrzehnten.

Bei einer Vertragsunterzeichnung in Port of Spain betonte Moonilal, dass die Verhandlungen in außergewöhnlich kurzer Zeit abgeschlossen worden seien. Exxon-Vizepräsident John Ardill erklärte, das Unternehmen wolle seine Erfahrungen aus der geologischen Erkundung in der Karibik nutzen und die in Guyana erzielten Erfolge wiederholen. Der Konzern ist alleiniger Betreiber des neuen Explorationsgebiets und hält 100 Prozent der Anteile daran.

Die Anfangsphase der Erkundung erfordert laut Regierungsangaben Investitionen von 42 Millionen US-Dollar für 3D-Seismik und bis zu zwei Explorationsbohrungen. Ardill zufolge könnte die erste Bohrung rund sechs Monate nach Abschluss der seismischen Untersuchungen beginnen. Das neu vergebene Gebiet liegt nordwestlich des produktiven Stabroek-Blocks vor Guyana, wo ein von Exxon geführtes Konsortium mehr als elf Milliarden Barrel an förderbaren Öl- und Gasreserven nachgewiesen hat.

Obwohl es sich bei dem Areal vor Trinidad um eine noch wenig erschlossene Tiefwasserregion handelt, sieht Exxon großes Potenzial. Die Regierung des Inselstaates verweist auf bereits erzielte Erfolge in der Tiefseeexploration durch Konsortien mit Unternehmen wie BHP, Woodside, BP und Shell. Einige der dortigen Funde befinden sich inzwischen in der Entwicklung zur kommerziellen Förderung.

Sollten in dem neuen Gebiet Reserven bestätigt werden, könnte die Produktion nach Einschätzung der Regierung schneller starten als in Guyana, da Trinidad und Tobago bereits über bestehende Öl- und Gasinfrastruktur verfügt. Exxon plant zudem, Ausrüstung und Ressourcen zwischen Guyana und Trinidad zu teilen, um den Explorationsprozess zu beschleunigen.

Premierministerin Kamla Persad kündigte an, die fiskalischen Rahmenbedingungen zu überprüfen, um weitere Investitionen im Energiesektor des Landes zu fördern. Sie betonte, dass Trinidad und Tobago nicht auf das Ende des Energiezeitalters warten werde und Investitionen dort willkommen seien, wo sie gut behandelt würden.

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