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Exxon erhöht Gewinnziele deutlich bis 2030

Neuer Produktionsfokus, Kostensenkungen und Führungswechsel prägen den aktualisierten Konzernplan

Exxon erhöht Gewinnziele deutlich bis 2030

Exxon Mobil stellt einen aktualisierten Unternehmensausblick vor, der ein deutlich höheres Gewinnwachstum bis 2030 vorsieht. Das Unternehmen plant, seine Erträge im Zeitraum von 2024 bis 2030 um 25 Milliarden US-Dollar zu steigern, was einer Erhöhung des bisherigen Ziels um 5 Milliarden US-Dollar entspricht. Diese Anpassung erfolgt, ohne die bisher kommunizierten jährlichen Investitionsausgaben auszuweiten. Die gesteigerte Profitabilität soll durch eine stärkere Nutzung der Projekte in Guyana und im Permbecken erreicht werden, die zu den margenträchtigsten Bereichen des Konzerns zählen. Die Aktie von Exxon legte im Morgenhandel um drei Prozent zu.

Der Konzern erläutert, dass der aktualisierte Plan die Fortschritte bei Kostensenkungen und Effizienzmaßnahmen widerspiegelt, die auch in Phasen volatiler Ölpreise Bestand haben sollen. Darüber hinaus spielt der Ausbau des Geschäfts mit verflüssigtem Erdgas eine zunehmende Rolle. Die Unternehmensführung verweist darauf, dass Exxon heute profitabler sei als noch vor fünf Jahren und die geschaffenen strukturellen Vorteile weitere Entwicklungen begünstigten.

Exxon passt auch seine Produktionsziele an. Die Förderung soll bis 2030 auf 5,5 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag steigen, gegenüber der bisherigen Planung von 5,4 Millionen Barrel. Maßgeblich hierfür ist das Permbecken, in dem die Produktion nun auf 2,5 Millionen Barrel pro Tag wachsen soll. Die erwarteten Gewinne aus dem Upstream-Geschäft sollen zwischen 2024 und 2030 um mehr als 14 Milliarden US-Dollar steigen. Der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Optimierung von Bohrpfaden und Abläufen ermöglicht zusätzliche Einsparungen, wodurch die Kosten im Permbecken auf rund 30 US-Dollar pro Barrel sinken sollen, fünf US-Dollar weniger als zuvor angenommen.

Für das kommende Jahr sind Investitionen zwischen 27 und 29 Milliarden US-Dollar geplant, gefolgt von 28 bis 32 Milliarden US-Dollar jährlich im Zeitraum 2027 bis 2030. Diese Mittel sollen insbesondere die Weiterentwicklung der LNG-Projekte unterstützen. Zudem erwartet Exxon einen Anstieg des Cashflows um 35 Milliarden US-Dollar bis 2030 im Vergleich zu 2024. Parallel dazu hebt das Unternehmen sein Sparziel um 2 Milliarden US-Dollar an und strebt nun Einsparungen in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar bis zum Ende des Jahrzehnts an.

Zusätzlich kündigt Exxon personelle Veränderungen an. Die Finanzchefin Kathy Mikells wird aus gesundheitlichen, jedoch nicht lebensbedrohlichen Gründen zum 1. Februar ausscheiden. Ihre Nachfolge tritt Neil Hansen an, der derzeit den Bereich globale Geschäftslösungen leitet.

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