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Exxon-Chef Woods: Venezuela-Investitionen nur nach demokratischem Wandel möglich

Darren Woods lehnt Trumps Forderung nach 100 Milliarden Dollar Investitionen ab – Demokratisierung als Voraussetzung

Exxon-Chef Woods: Venezuela-Investitionen nur nach demokratischem Wandel möglich

Exxon Mobil CEO Darren Woods hat sich klar gegen die Forderung von US-Präsident Donald Trump positioniert, umfangreiche Investitionen in Venezuela zu tätigen. In einem CNBC-Interview bekräftigte Woods am Freitag seine Einschätzung, dass das südamerikanische Land erst nach einem Übergang zur Demokratie für Ölinvestitionen in Frage komme.

Trump hatte die großen Ölkonzerne aufgefordert, mindestens 100 Milliarden Dollar in die marode venezolanische Ölindustrie zu investieren. Dies soll nach der Absetzung des ehemaligen Präsidenten Nicolás Maduro am 3. Januar erfolgen. Woods hatte dem Präsidenten jedoch bereits am 9. Januar im Weißen Haus mitgeteilt, dass Venezuela in seinem derzeitigen Zustand "nicht investierbar" sei – eine Aussage, die Trump verärgerte.

Tiefgreifende Reformen erforderlich

Der Exxon-Chef fordert umfassende Reformen der Regierung in Caracas als Voraussetzung für eine Rückkehr des Konzerns nach Venezuela. Exxon hatte sich 2007 aus dem Land zurückgezogen, nachdem das Chavez-Regime die Vermögenswerte des Unternehmens beschlagnahmt hatte. Aus dieser Verstaatlichung bestehen noch ausstehende Forderungen in Milliardenhöhe gegen Caracas.

Die Trump-Administration arbeitet derzeit mit der amtierenden Präsidentin Delcy Rodriguez zusammen, einer langjährigen Insiderin des autoritären Regimes. Diese Kooperation weckt bei Beobachtern die Sorge, dass das derzeigte Regime im Amt bleiben könnte, solange es die Ölforderungen der USA erfüllt. Einen klaren Plan für demokratische Wahlen hat die Regierung bisher nicht vorgelegt.

Schwieriges Marktumfeld belastet

Venezuela verfügt als OPEC-Gründungsmitglied über die vermutlich größten Rohölreserven der Welt, doch die Energieinfrastruktur befindet sich in einem Zustand des Verfalls. Investitionen zur Reparatur der Anlagen könnten sich derzeit als finanziell schwierig erweisen, da ein weltweiter Rohölüberschuss die Preise gedrückt hat. Die Ölpreise verzeichneten 2025 ihren stärksten jährlichen Verlust seit 2020.

Trotz des schwierigen Marktumfelds meldete Exxon am Freitag Ergebnisse für das vierte Quartal, die die Erwartungen der Wall Street übertrafen. Mit 4,7 Millionen Barrel pro Tag erzielte der Konzern seine höchste Nettojahresproduktion seit über 40 Jahren. Im Quartal förderte Exxon sogar 4,98 Millionen Barrel täglich, wobei die Anlagen im Permian Basin und in Guyana Förderrekorde aufstellten.

Chevron als einziger US-Akteur vor Ort

Exxons Konkurrent Chevron ist derzeit der einzige US-Ölkonzern, der in Venezuela unter einer Sondergenehmigung des Finanzministeriums tätig ist. Chevron gibt an, die Produktion in Venezuela in den nächsten 18 bis 24 Monaten um 50 Prozent steigern zu können.

Die Exxon-Aktie gab nach Bekanntgabe der Quartalszahlen um mehr als ein Prozent nach. Dennoch verzeichnet das Papier einen starken Jahresstart 2026 mit einem Plus von fast 16 Prozent und übertrifft damit deutlich den S&P 500, der nur um 1,6 Prozent zulegte.

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