Exor verlängert Aktionärsvereinbarung mit Ferrari
Abstimmung und Vorkaufsrechte sichern langfristige Eigentümerstruktur

Die niederländische Investmentgesellschaft Exor hat ihre langjährige Beziehung zum Sportwagenhersteller Ferrari weiter gefestigt. Wie Exor mitteilte, wurde die bestehende Aktionärsvereinbarung mit der Familie Ferrari um einen Zeitraum von drei Jahren verlängert. Die neue Vereinbarung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft und sieht zudem eine automatische Verlängerung um jeweils weitere drei Jahre vor, sofern keine der Parteien von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch macht.
Kern der Vereinbarung bleibt die enge Abstimmung der beteiligten Parteien bei zentralen Fragen, die auf Hauptversammlungen von Ferrari zur Entscheidung stehen. Exor und die Familie Ferrari erhalten damit weiterhin die Möglichkeit, ihre Positionen zu koordinieren und gemeinsam aufzutreten, wenn Beschlüsse zur strategischen Ausrichtung oder zu wichtigen unternehmerischen Themen anstehen. Ziel ist es, die langfristige Stabilität der Eigentümerstruktur des italienischen Luxusautobauers zu sichern.
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der erneuerten Aktionärsvereinbarung betrifft Regelungen zum Verkauf von Aktien. Demnach sind beide Parteien verpflichtet, geplante Veräußerungen von Ferrari-Anteilen zunächst der jeweils anderen Seite anzubieten. Erst wenn dieses Vorkaufsrecht nicht ausgeübt wird, dürfen die Anteile an Dritte verkauft werden. Diese Klausel soll unerwünschte Veränderungen im Aktionärskreis verhindern und die Kontrolle über den Gesellschafterkreis bewahren.
Exor zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Investoren bei Ferrari und hält eine bedeutende Beteiligung an dem Unternehmen. Die Investmentgesellschaft ist darüber hinaus auch Großaktionär in anderen international tätigen Konzernen, darunter der Automobilhersteller Stellantis sowie der Technologiekonzern Philips. Die erneute Verlängerung der Vereinbarung unterstreicht die strategische Bedeutung, die Ferrari innerhalb des Exor-Portfolios einnimmt.
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Zur AktienanalyseDie Nachricht über die Verlängerung der Aktionärsvereinbarung wurde von den Finanzmärkten aufmerksam verfolgt. Die Aktie von Ferrari zeigte sich im Handel fester, ebenso wie die Anteilsscheine von Exor. Marktbeobachter werten die Fortsetzung der engen Zusammenarbeit zwischen Exor und der Familie Ferrari als Signal für Kontinuität in der Eigentümerstruktur und in der langfristigen Unternehmensführung des Sportwagenherstellers.


