„Ex-Elon"-ETFs: Neue Fonds ohne Tesla und SpaceX
Subversive ETFs beantragt zwei aktiv verwaltete Fonds, die alle Unternehmen von Elon Musk ausschließen – doch Experten zweifeln am Erfolg.

Wer als Anleger kein Engagement in den Unternehmen von Elon Musk wünscht, soll künftig eine gezielte Lösung erhalten. Das Fondshaus Subversive ETFs hat am Mittwoch die Auflegung zweier neuer, aktiv verwalteter ETFs beantragt, die explizit auf den Ausschluss von Musk-Unternehmen ausgerichtet sind. Die sogenannten „Ex-Elon"-ETFs richten sich damit an Anleger, die herkömmliche Indexfonds bewusst meiden wollen, um eine Beteiligung an Musks Firmen zu vermeiden.
Die Fonds sollen Unternehmen ausschließen, die nach Einschätzung der Fondsmanager von Musk „gegründet, kontrolliert oder geleitet" werden oder mit denen er als Hauptaktionär oder Gründer „primär in Verbindung gebracht" wird. Konkret betrifft dies derzeit lediglich zwei Unternehmen: den Elektroautohersteller Tesla (TSLA) und das Raumfahrtunternehmen SpaceX (SPCX).
Politisch motiviertes Investieren im Trend
Das Konzept hinter den „Ex-Elon"-ETFs spiegelt einen breiteren Trend wider: das sogenannte wertebasierte oder politisch motivierte Investieren. Anleger suchen zunehmend nach Möglichkeiten, ihr Portfolio an persönlichen Überzeugungen auszurichten – sei es aus ethischen, politischen oder gesellschaftlichen Gründen. Subversive ETFs setzt mit diesem Produkt gezielt auf die wachsende Gruppe von Investoren, die eine kritische Haltung gegenüber Elon Musk und seinen Unternehmen einnehmen.
Musk ist als Gründer und CEO von Tesla sowie als Gründer von SpaceX eine der bekanntesten und gleichzeitig polarisierendsten Persönlichkeiten der globalen Wirtschaftswelt. Seine öffentlichen Auftritte, politischen Äußerungen und sein Engagement in sozialen Netzwerken haben in den vergangenen Jahren sowohl begeisterte Anhänger als auch entschiedene Kritiker hervorgebracht. Für letztere bieten die neuen ETFs nun eine strukturierte Möglichkeit, ein Investment in seine Unternehmen zu vermeiden.
Experten skeptisch gegenüber dem Konzept
Trotz des innovativen Ansatzes gibt es erhebliche Skepsis. Experten bezweifeln, dass die neuen Subversive-ETFs nennenswerten Erfolg verzeichnen werden. Die Frage, ob ein solches Nischenprodukt ausreichend Anlegerkapital anziehen kann, um wirtschaftlich tragfähig zu sein, bleibt offen. Kritiker sehen in den „Ex-Elon"-ETFs in erster Linie einen Marketing-Gag, der von der medialen Aufmerksamkeit rund um Elon Musk profitieren soll.
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Zur AktienanalyseHinzu kommt, dass aktiv verwaltete ETFs in der Regel höhere Kosten verursachen als passive Indexfonds. Anleger, die sich für ein solches Produkt entscheiden, müssen also nicht nur auf eine breite Marktabdeckung verzichten, sondern möglicherweise auch höhere Gebühren in Kauf nehmen. Ob die ideologische Überzeugung allein ausreicht, um diese Nachteile zu kompensieren, wird sich erst nach der tatsächlichen Markteinführung zeigen.
Für deutsche Privatanleger ist das Konzept dennoch interessant als Beispiel dafür, wie stark sich der ETF-Markt in Richtung individualisierter und thematischer Produkte entwickelt. Ob die „Ex-Elon"-ETFs letztlich ein ernsthaftes Anlageinstrument oder vor allem ein Aufmerksamkeitsprodukt darstellen, dürfte die Marktentwicklung in den kommenden Monaten zeigen.


