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Evonik steigert Gewinn trotz schwieriger Wirtschaftslage

Kostensenkungen, Stellenabbau und neue Strukturen stärken die Wettbewerbsfähigkeit

Evonik steigert Gewinn trotz schwieriger Wirtschaftslage

Der Spezialchemiekonzern Evonik konnte im vergangenen Jahr trotz einer schwächelnden Branchenkonjunktur seinen Gewinn deutlich steigern. Maßgeblich dazu beigetragen haben Kostensenkungen und Einsparprogramme, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Während der Umsatz mit 15,2 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres verharrte, legte das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um 25 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro zu. Insbesondere das Geschäft mit Aminosäuren für die Tiermast entwickelte sich positiv.

Die Aktionäre, darunter die RAG-Stiftung als größter Anteilseigner, sollen eine Dividende von 1,17 Euro je Aktie erhalten. Konzernchef Christian Kullmann zeigte sich optimistisch für die weitere Entwicklung des Unternehmens. Im ersten Quartal rechnet Evonik mit einem bereinigten operativen Gewinn, der über dem Vorjahreswert von 522 Millionen Euro liegt. Für das Gesamtjahr stellt der Vorstand ein Ebitda zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro in Aussicht.

Neben den wirtschaftlichen Erfolgen setzt der Konzern auf strukturelle Veränderungen. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, plant Evonik eine schlankere Aufstellung und Kostensenkungen in großem Umfang. Bis Ende 2026 sollen die jährlichen Ausgaben um rund 400 Millionen Euro reduziert werden. Dazu gehört auch eine Neustrukturierung des Chemiegeschäfts, das künftig in zwei Segmente aufgeteilt wird.

Die Maßnahmen haben bereits Auswirkungen auf die Belegschaft. Zum Jahresende 2024 beschäftigte Evonik 31.930 Mitarbeiter, ein Rückgang im Vergleich zu den 33.409 Beschäftigten des Vorjahres. Der Abbau von Stellen ist Teil der Sparstrategie, mit der der Konzern seine Effizienz steigern will. Kullmann betonte, dass das Unternehmen trotz wirtschaftlicher und politischer Herausforderungen weiter wachse und sich zukunftssicher aufstelle.

Während der Gewinn stieg, blieb der Umsatz unverändert. Unter dem Strich erwirtschaftete Evonik einen Jahresgewinn von 222 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 465 Millionen Euro verbuchen müssen. Die verbesserte Ertragslage zeigt, dass die eingeleiteten Maßnahmen Wirkung zeigen und das Unternehmen trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf Wachstumskurs bleibt.

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