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Evonik bereitet sich auf Krisenzeiten vor

Der Chemiekonzern leitet Sparmaßnahmen ein, um wettbewerbsfähig zu bleiben

Evonik bereitet sich auf Krisenzeiten vor

In einem zunehmend herausfordernden Wirtschaftsklima steht der Düsseldorfer Spezialchemiekonzern Evonik vor erheblichen Herausforderungen. Der Umsatz des Unternehmens erlebte im dritten Quartal einen deutlichen Rückgang um mehr als 20 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) sank um 21 Prozent auf 485 Millionen Euro, während der Umsatz auf rund 4,9 Milliarden Euro fiel. Dieser Einbruch ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die weltweite konjunkturelle Erholung weiterhin auf sich warten lässt, was auch den Chemiesektor schwer trifft. Der Verlust des Konzerns belief sich unter dem Strich auf 96 Millionen Euro.

Evonik sieht sich mit mehreren Schwierigkeiten konfrontiert: Neben der schwachen Nachfrage sind es vor allem die hohen Energiepreise, die den Konzern belasten. In Reaktion auf diese Umstände hat Evonik bereits Mitte des Jahres seine Jahresziele angepasst. So erwartet das Unternehmen für das gesamte Geschäftsjahr ein bereinigtes Ebitda zwischen 1,6 und 1,8 Milliarden Euro, nachdem es im Vorjahr noch 2,5 Milliarden Euro erzielt hatte. Der prognostizierte Umsatz liegt zwischen 14 und 16 Milliarden Euro, gegenüber 18,5 Milliarden Euro im Jahr 2022.

Der Vorstandsvorsitzende Christian Kullmann betont die Dringlichkeit von Sparmaßnahmen als Antwort auf die konjunkturelle Flaute. Ein bereits eingeleitetes Sparprogramm zielt darauf ab, die Kostenstruktur des Konzerns zu optimieren und damit langfristig die Wettbewerbsfähigkeit von Evonik zu sichern. Diese Kostenkontrolle wird auch in den kommenden Jahren ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie sein. Die Finanzchefin Maike Schuh unterstreicht dies: Investitionen und Ausgaben werden auch im Jahr 2024 sorgfältig überprüft, um das finanzielle Fundament des Konzerns zu stärken.

Die Situation bei Evonik ist symptomatisch für die aktuellen Herausforderungen in der Chemieindustrie. Der Branchenverband VCI hat bereits einen Produktionsrückgang für das Jahr 2023 prognostiziert.

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