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EUR/USD steigt auf 1,19: US-Dollar unter Druck durch Shutdown-Risiko

Der Euro gewinnt gegenüber dem US-Dollar deutlich an Boden und nähert sich der Marke von 1,19. Auslöser sind politische Spannungen in Washington, wo ein erneuter Regierungsstillstand droht.

EUR/USD steigt auf 1,19: US-Dollar unter Druck durch Shutdown-Risiko

Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar deutlich zugelegt und steuert auf die psychologisch wichtige Marke von 1,19 zu. Die amerikanische Währung steht unter erheblichem Druck, nachdem die Demokraten angekündigt haben, das Haushaltsgesetz nicht zu unterstützen. Dies erhöht das Risiko eines Regierungsstillstands Ende Januar erheblich.

Politische Spannungen belasten den Dollar

Die politische Krise in Washington verschärft sich zusehends. Nach gewaltsamen Protesten in Minneapolis, bei denen zwei Menschen erschossen wurden, haben die Demokraten ihre Blockadehaltung beim Haushaltsgesetz verstärkt. Die Partei will die Abstimmung nutzen, um Änderungen bei der Grenzschutzbehörde durchzusetzen. Das Haushaltsgesetz muss bis zum 30. Januar verabschiedet werden, andernfalls droht ein Shutdown.

Investoren reagieren auf diese Unsicherheit traditionell mit dem Verkauf des US-Dollars. Analysten warnen, dass ein möglicher Regierungsstillstand länger andauern könnte als der im vergangenen Jahr. Die Märkte beginnen bereits, dieses Risiko einzupreisen, was sich deutlich im Währungspaar EUR/USD widerspiegelt.

Fed-Sitzung im Fokus der Anleger

Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich nun auf die anstehende Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve. Allgemein wird erwartet, dass die Fed die Zinsen unverändert lässt. Sollte es eine Überraschung geben, wäre dies am ehesten eine geringfügige Zinssenkung. Die Märkte gehen derzeit davon aus, dass die nächste geldpolitische Lockerung erst im Juni erfolgen wird.

Die jüngsten BIP-Zahlen zeigten ein robustes Wachstum von 4,4 Prozent im Quartalsvergleich und übertrafen damit die Prognose von 4,3 Prozent leicht. Dies deutet darauf hin, dass eine Rezession kurzfristig sehr unwahrscheinlich ist. Theoretisch sollte dies den Dollar stützen, doch die politischen Risiken überwiegen derzeit.

Trump verschärft Handelskonflikte

Zusätzlich belasten geopolitische Spannungen die US-Währung. Nachdem Präsident Donald Trump seinen Ton bezüglich Grönland mäßigte, verlagerte er den Fokus zurück auf Kanada. Er drohte dem Nachbarland mit hohen Zöllen, falls es ein Handelsabkommen mit China vorantreiben sollte. Diese erneuten Handelskonflikte halten die globalen Märkte in Atem.

Technischer Ausblick für EUR/USD

Der jüngste Anstieg des Währungspaares trieb die Kurse bis zu einem wichtigen Widerstandsbereich um 1,19, der auch die Höchststände des vergangenen Jahres markiert. Das Momentum hat sich vorerst verlangsamt, was auf kurzfristigen Widerstand hindeutet. Dennoch bleibt die Haupterwartung, dass die Aufwärtsbewegung anhält.

Sollte der Verkaufsdruck auf diesem Niveau anhalten, könnte der Kurs in Richtung des Unterstützungsbereichs von 1,1600 zurückfallen. Anleger beobachten die Entwicklung genau, da politische Ereignisse in Washington kurzfristig für erhöhte Volatilität sorgen dürften.

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