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Eurozonen-Industrie rutscht weiter ab

Einkaufsmanagerindex signalisiert anhaltende Schwäche zum Jahresende

Eurozonen-Industrie rutscht weiter ab

Die Industrie der Eurozone hat zum Jahresende weiter an Dynamik verloren und ist im Dezember tiefer in den Bereich der Kontraktion gerutscht. Darauf deuten aktuelle Daten aus einer Umfrage unter Einkaufsmanagern hin. Demnach ging die Produktionsleistung erstmals seit zehn Monaten zurück, während sich der Rückgang bei den Neuaufträgen beschleunigte. Die schwächere Nachfrage belastete die Industrieunternehmen zusätzlich und unterstrich die anhaltend schwierige Lage des Sektors.

Der HCOB-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe der Eurozone sank im Dezember von 49,6 Punkten im November auf 48,8 Punkte. Damit erreichte der Index den niedrigsten Stand seit neun Monaten und blieb klar unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Zudem lag der endgültige Wert unter der zuvor veröffentlichten vorläufigen Schätzung. Werte unterhalb von 50 signalisieren eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivität.

Nach Einschätzung von Ökonomen lässt die Nachfrage nach Industrieprodukten aus der Eurozone erneut nach. Besonders deutlich zeige sich dies an den rückläufigen Auftragseingängen, schrumpfenden Auftragsbeständen und dem fortgesetzten Abbau von Lagerbeständen. Viele Unternehmen verhielten sich zurückhaltend, wenn es um Investitionen oder Produktionsausweitungen gehe, was die wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich bremse.

Der Teilindex für die Produktion fiel von 50,4 Punkten im November auf 48,9 Punkte im Dezember und zeigte damit erstmals seit Februar wieder eine Kontraktion an. Die Neuaufträge gingen so stark zurück wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Auch die Exportnachfrage schwächte sich merklich ab und verzeichnete den stärksten Rückgang seit elf Monaten.

Innerhalb der Eurozone zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Deutschland, die größte Volkswirtschaft des Währungsraums, verzeichnete die schwächste Entwicklung unter den beobachteten Staaten, wobei der entsprechende Index auf ein Zehnmonatstief sank. Auch Italien und Spanien rutschten wieder in den Schrumpfungsbereich. Frankreich bildete hingegen eine Ausnahme, da der dortige Einkaufsmanagerindex auf den höchsten Stand seit 42 Monaten kletterte.

Zusätzlich sahen sich die Unternehmen erneut mit Problemen in den Lieferketten konfrontiert. Die Lieferzeiten der Zulieferer verlängerten sich auf den höchsten Stand seit Oktober 2022, was zu einem Anstieg der Inputkosteninflation auf ein 16-Monats-Hoch beitrug. Trotz dieser Kostenentwicklung senkten viele Hersteller weiterhin ihre Verkaufspreise, da sie Schwierigkeiten hatten, die Nachfrage zu beleben.

Die anhaltend schwache Nachfrage führte dazu, dass die Industrieunternehmen bereits den 31. Monat in Folge Stellen abbauten. Dennoch nahm der Optimismus mit Blick auf die kommenden zwölf Monate zu und erreichte den höchsten Wert seit Februar 2022, auch wenn der Weg zu einer nachhaltigen Erholung für den Industriesektor im Jahr 2026 herausfordernd bleibt.

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