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Europas Klimavorreiter 2026: Fortum führt FT-Rangliste an

Die Financial Times und Statista küren 600 europäische Unternehmen mit den größten Fortschritten bei der Treibhausgasreduktion seit 2019.

Europas Klimavorreiter 2026: Fortum führt FT-Rangliste an

Die sechste Ausgabe der „Europe's Climate Leaders"-Liste ist erschienen. Die Financial Times hat sie gemeinsam mit dem Datenanbieter Statista zusammengestellt und hebt europäische Unternehmen hervor, die zwischen 2019 und 2024 die größten Fortschritte bei der Senkung ihrer Treibhausgasemissionen (THG) erzielt haben. Insgesamt umfasst die Rangliste 600 europäische Unternehmen.

An der Spitze steht in diesem Jahr der finnische Energie- und Versorgungsdienstleister Fortum mit 96,2 von maximal 100 Punkten. Dicht dahinter folgt das Dienstleistungsunternehmen Accenture mit 96,1 Punkten. Den dritten Platz belegt das französische Softwareunternehmen Dassault Systèmes mit 87,6 Punkten.

Methodik: Kernemissionen stärker gewichtet

Die Bewertungsmethodik der Liste wurde in diesem Jahr angepasst. Die Reduzierung der Kernemissionen – also der Scope-1- und Scope-2-Emissionen – fließt nun mit bis zu 40 Punkten stärker in die Gesamtwertung ein als bisher. Scope-1-Emissionen stammen aus der eigenen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens, Scope-2-Emissionen aus der verbrauchten Energie.

Die Verringerung der Emissionsintensität – definiert als Scope-1- und Scope-2-Emissionen in Tonnen CO₂-Äquivalent pro 1 Million Euro Umsatz – war in früheren Ausgaben der wichtigste Faktor und hat nun ein etwas geringeres Gewicht von bis zu 35 Punkten. Weitere klimabezogene Verpflichtungen sowie die Zusammenarbeit mit Nachhaltigkeitsbewertern wie dem CDP und der Science Based Targets initiative (SBTi) werden mit bis zu 25 Punkten berücksichtigt.

Eine weitere methodische Neuerung betrifft die Berechnung der Scope-2-Emissionen. Statt marktbasierter Werte werden nun, sofern verfügbar, standortbasierte Werte herangezogen. Diese basieren auf der durchschnittlichen Emissionsintensität der Stromnetze, in denen der Energieverbrauch stattfindet. Das bedeutet: Unternehmen, die ihre marktbasierten Emissionen lediglich durch den Wechsel zu grüner Energie reduziert haben, können nur dann in die Liste aufgenommen werden, wenn sie auch ihre standortbasierten Emissionen tatsächlich gesenkt haben.

Unabhängige Prüfung durch GreenWatch

Um die Datenqualität zu sichern, wurden die gemeldeten Emissionszahlen der größten Emissionssenker für die Jahre 2019 und 2024 zusätzlich von GreenWatch geprüft – einem Nachhaltigkeits-Forschungsteam am University College Dublin. Die Ergebnisse dieser Prüfung wurden der Tabelle als Fußnoten beigefügt, da die CO₂-Bilanzierung von Unternehmen in Geschäftsberichten oder beim CDP gelegentlich inkonsistent sein oder wichtige Details vermissen lassen kann.

CDP ist eine gemeinnützige Organisation, die bewertet, wie gut Unternehmen und andere Institutionen über ihre Umweltauswirkungen berichten und diese reduzieren. Die SBTi ist eine Partnerschaft zwischen CDP, dem UN Global Compact, dem World Resources Institute und dem WWF und unterstützt Unternehmen bei der Festlegung wissenschaftsbasierter Klimaziele.

Ein umfassender Print- und Online-Bericht über „Europe's Climate Leaders" wird am 11. Juni veröffentlicht und umfasst eine Reihe von begleitenden Artikeln. Weitere Details zur Methodik sind auf der Website von Statista abrufbar.

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