Europas größter Pensionsfonds ABP reduziert US-Staatsanleihen
Der niederländische Pensionsfonds ABP hat seine Bestände an US-Staatsanleihen drastisch reduziert. Der Marktwert sank von 29 Milliarden Euro auf 19 Milliarden Euro.

Der niederländische Pensionsfonds ABP, Europas größter institutioneller Investor, hat seine Investitionen in US-Staatsanleihen im vergangenen Jahr deutlich zurückgefahren. Der Marktwert der Bestände fiel von 29 Milliarden Euro im Dezember 2024 auf knapp 19 Milliarden Euro im September, wie aus den veröffentlichten Anlagedaten hervorgeht.
Aktiver Abbau statt Kursverluste
Analysten gehen davon aus, dass der Rückgang nicht primär auf fallende Anleihekurse zurückzuführen ist. Die Kurse für US-Staatsanleihen blieben im betreffenden Zeitraum stabil oder legten sogar zu. Dies deutet darauf hin, dass ABP aktiv Staatsanleihen verkauft oder keine neuen mehr erworben hat. Eine Sprecherin des Fonds bestätigte gegenüber dem niederländischen Sender NOS indirekt diese Einschätzung.
Politische Unsicherheit belastet
Der Zeitraum umfasst auch das zweite Quartal 2025, als die umfassenden "Liberation Day"-Zölle von US-Präsident Donald Trump die amerikanischen Vermögenswerte unter Druck setzten. Trumps jüngste Drohungen, die Zölle gegen europäische Länder zu erhöhen, falls seinem Land der Kauf Grönlands nicht gestattet werde, verstärkten die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von US-Investments. Diese Äußerungen nahm er später zwar zurück, doch die Unsicherheit bleibt.
Fundamentale Überlegungen im Fokus
Bei Investitionsentscheidungen spielen laut ABP mehrere Faktoren eine Rolle. "Selbstverständlich betrachten wir die fundamentale Situation und die Aussichten eines Landes", erklärte die Fondssprecherin. Sie wollte sich jedoch nicht konkret dazu äußern, ob der Rückgang durch aktive Verkäufe motiviert war.
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