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Europas Automarkt wächst: Chinesische Marken gewinnen deutlich Marktanteile

Elektrifizierte Fahrzeuge treiben Europas Automarkt im April an – chinesische Hersteller wie BYD und Chery legen massiv zu.

Europas Automarkt wächst: Chinesische Marken gewinnen deutlich Marktanteile

Der europäische Automobilmarkt hat im April 2025 deutlich zugelegt. Die Neuzulassungen in der Europäischen Union, Großbritannien und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) stiegen um 7 Prozent auf insgesamt 1.152.315 Fahrzeuge. Damit liegt der Gesamtwert für den Zeitraum von Januar bis April um 4,8 Prozent über dem Vorjahreswert, wie Daten des europäischen Automobilherstellerverbands ACEA zeigen.

Haupttreiber des Wachstums sind elektrifizierte Fahrzeuge. Batterieelektrische Modelle, Plug-in-Hybride und Hybridfahrzeuge legten zusammen um rund 21 Prozent zu und machten damit mehr als zwei Drittel aller Neuzulassungen aus. Gleichzeitig gingen die Zulassungen von Benzin-Pkw um etwa 15 Prozent und von Diesel-Pkw um rund 17 Prozent zurück. Die Zahlen bestätigen, dass politische Unterstützung, Subventionen und höhere Kraftstoffkosten die Käufer zunehmend zu emissionsärmeren Fahrzeugen bewegen.

Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend in den größten Märkten der Region. Italien, Frankreich und Deutschland verzeichneten in den ersten vier Monaten des Jahres besonders starke Zuwächse bei batterieelektrischen Fahrzeugen – mit einem Plus von rund 73, 48 beziehungsweise 41 Prozent.

Chinesische Hersteller auf dem Vormarsch

Der Wandel hin zur Elektromobilität verändert auch die Wettbewerbslandschaft unter den Automobilherstellern grundlegend. Chinesische Marken nutzen den Trend besonders effektiv. BYD steigerte seine Neuzulassungen in Europa um beeindruckende 114,5 Prozent auf 27.008 Fahrzeuge und überholte damit deutlich den US-Elektroautopionier Tesla. Noch spektakulärer fiel das Wachstum beim chinesischen Hersteller Chery aus, der ein Zulassungsplus von rund 322 Prozent verzeichnete.

Tesla seinerseits setzte seine Erholung den dritten Monat in Folge fort. Die Neuzulassungen stiegen im April um 46,5 Prozent auf 10.654 Einheiten – nach mehr als einem Jahr des Rückgangs ein positives Signal für den amerikanischen Elektroautobauer. Dennoch bleibt Tesla in Europa klar hinter BYD zurück.

Etablierte Hersteller mit gemischten Ergebnissen

Die traditionellen europäischen Automobilhersteller präsentierten ein uneinheitliches Bild. Volkswagen legte um 3,5 Prozent zu, Stellantis um 6,7 Prozent, BMW um 2,4 Prozent und Mercedes-Benz um 7 Prozent. Renault hingegen musste einen Rückgang von 3,6 Prozent hinnehmen.

Die Daten des ACEA verdeutlichen, wie stark sich der europäische Automobilmarkt im Umbruch befindet. Während klassische Verbrenner-Antriebe kontinuierlich an Bedeutung verlieren, gewinnen chinesische Hersteller mit wettbewerbsfähigen Elektromodellen zunehmend Fuß auf dem europäischen Kontinent. Für deutsche Anleger und Verbraucher ist dieser Trend besonders relevant, da heimische Hersteller wie Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz unter wachsendem Wettbewerbsdruck stehen.

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