Europäische Märkte vor schwachem Start wegen Trump-Zöllen
Die europäischen Börsen stehen vor Verlusten zum Handelsstart. US-Präsident Donald Trump droht mit massiven Zollerhöhungen auf europäische Importe im Zusammenhang mit seinen Grönland-Plänen.

Die europäischen Aktienmärkte dürften am Dienstag mit deutlichen Verlusten in den Handel starten. Der DAX wird voraussichtlich rund 0,2% tiefer eröffnen, ebenso wie der britische FTSE und der französische CAC 40. Der italienische FTSE MIB soll laut IG-Daten um 0,26% nachgeben.
Trump droht mit drastischen Zollerhöhungen
Auslöser für die Marktverunsicherung sind erneute Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump. Er kündigte am Samstag an, dass acht europäische Verbündete mit steigenden Zöllen konfrontiert werden könnten. Die Abgaben sollen am 1. Februar bei 10% beginnen und bis zum 1. Juni auf 25% steigen, falls keine Einigung über den Kauf Grönlands erzielt wird.
Betroffen von den geplanten Zöllen wären Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich, die Niederlande, Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland. Grönland ist ein halbautonomes Territorium Dänemarks, das Trump für die USA erwerben möchte.
Europäische Staats- und Regierungschefs reagieren
Europäische Staats- und Regierungschefs haben die Zolldrohungen zurückgewiesen und zu einem verstärkten Dialog mit Washington aufgerufen. Bereits am Montag reagierten die Märkte mit Verlusten auf Trumps Ankündigung.
Der Fokus richtet sich nun auf das Weltwirtschaftsforum in Davos, das am Dienstag an Fahrt gewinnt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Chinas Vizepremier He Lifeng und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron werden heute wichtige Reden halten. Trump selbst soll am Mittwoch in Davos sprechen.
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Zur AktienanalyseKeine wichtigen Wirtschaftsdaten erwartet
Für den heutigen Handelstag stehen in Europa keine bedeutenden Unternehmensberichte oder Konjunkturdaten auf der Agenda. Die Aufmerksamkeit der Anleger dürfte sich daher vollständig auf die Entwicklungen rund um die Zollthematik und die Statements aus Davos konzentrieren.


