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Europäische Börsen starten schwächer nach Trumps Iran-Drohungen

Trumps Warnung an den Iran auf Truth Social belastet die europäischen Aktienmärkte und treibt die Ölpreise deutlich nach oben.

Europäische Börsen starten schwächer nach Trumps Iran-Drohungen

Die europäischen Aktienmärkte starten schwächer in die neue Handelswoche. Auslöser sind die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran, die Anleger weltweit verunsichern und die Risikobereitschaft dämpfen.

Laut Daten des Brokers IG wird der britische FTSE 100 zur Eröffnung 0,2% tiefer erwartet. Der deutsche DAX dürfte mit einem Minus von 1,0% besonders stark unter Druck geraten, während der französische CAC 40 rund 0,95% schwächer in den Handel startet. Der italienische FTSE MIB wird mit einem Rückgang von 0,8% erwartet.

Trumps Warnung auf Truth Social

Am Sonntag veröffentlichte Trump auf seiner Plattform Truth Social eine deutliche Warnung an den Iran. Der US-Präsident erklärte, für den Iran „ticke die Uhr", und drohte, es werde „nichts mehr übrig sein", falls Teheran nicht schnell handele. Trump forderte den Iran auf, sich „SCHNELL" zu bewegen und den Bedingungen eines Friedensabkommens zuzustimmen. Er fügte hinzu, dass „Eile geboten" sei.

Nähere Angaben zu den konkreten Bedingungen machte Trump nicht. Die Warnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran offenbar festgefahren sind. Die Äußerungen des Präsidenten sorgen damit für erhöhte geopolitische Unsicherheit an den Finanzmärkten.

Ölpreise reagieren mit deutlichen Aufschlägen

Besonders deutlich spürbar sind die Auswirkungen am Ölmarkt. Die Preise stiegen über Nacht infolge der Trump-Äußerungen um mehr als 1%. Die Terminkontrakte der internationalen Referenzsorte Brent für Juli legten um 1,90% zu und notierten bei 111,34 US-Dollar pro Barrel. Die US-amerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI) für Juni verteuerte sich um 2,17% auf 107,71 US-Dollar pro Barrel.

Steigende Ölpreise wirken sich in der Regel bremsend auf die Konjunktur aus, da sie die Produktions- und Transportkosten für Unternehmen erhöhen und die Kaufkraft der Verbraucher belasten. Für europäische Anleger ist dies ein doppelter Belastungsfaktor, da Europa stark von Energieimporten abhängig ist.

Die europäischen Märkte folgen damit dem negativen Trend ihrer asiatisch-pazifischen Pendants, die ebenfalls schwächer in die Woche gestartet sind. Die geopolitische Risikoprämie steigt, was Investoren dazu veranlasst, aus risikoreicheren Anlageklassen wie Aktien in sichere Häfen umzuschichten.

Ryanair mit Quartalszahlen im Fokus

Abseits der geopolitischen Lage richtet sich der Blick der Anleger am Montag auch auf den irischen Billigflieger Ryanair. Die Airline veröffentlicht am heutigen Tag ihren neuesten Ergebnisbericht. Angesichts steigender Kerosinpreise infolge des Ölpreisanstiegs dürfte der Bericht besonders aufmerksam verfolgt werden.

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