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Europäische Börsen eröffnen fester trotz Iran-Konflikt und Fristablauf

Die Märkte kehren nach der Osterpause zurück – im Schatten einer US-Ultimatumsfrist gegenüber dem Iran.

Europäische Börsen eröffnen fester trotz Iran-Konflikt und Fristablauf

Die europäischen Aktienmärkte dürften am Dienstag geringfügig fester in den Handel starten. Laut Daten des Brokers IG wird der Londoner FTSE 100 voraussichtlich 0,2 Prozent höher eröffnen, der französische CAC 40 ebenfalls um 0,2 Prozent zulegen und der deutsche DAX ein Plus von 0,1 Prozent verzeichnen. Die Märkte kehren damit aus einer viertägigen Osterpause zurück, nachdem sie den Handel am Donnerstag uneinheitlich beendet hatten.

Im Mittelpunkt des Anlegerinteresses steht der Ablauf einer Frist von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran. Trump fordert, dass der Iran die Straße von Hormus bis Dienstag um 20:00 Uhr Ostküstenzeit (ET) wieder für den Schiffsverkehr öffnet. Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt und ist für die globale Energieversorgung von entscheidender Bedeutung.

Trumps Drohungen und widersprüchliche Signale

Trump hat im Falle einer Nichterfüllung seiner Forderung drastische Konsequenzen angedroht. In einer Ansprache am Montag warnte er, die USA würden innerhalb von vier Stunden nach Ablauf der Frist jede Brücke und jedes Kraftwerk im Iran zerstören, sollte kein Einlenken erfolgen. Gleichzeitig signalisierte er jedoch, dass die iranische Führung „in gutem Glauben" verhandle – ein widersprüchliches Signal, das die Märkte verunsichert.

Anleger haben sichtlich Schwierigkeiten, diese gegensätzlichen Botschaften der US-Regierung einzuordnen. Einerseits die Drohung, zivile Infrastruktur ins Visier zu nehmen, andererseits Hinweise auf laufende diplomatische Gespräche – diese Gemengelage sorgt für erhöhte Unsicherheit an den Finanzmärkten weltweit.

Asiatische Märkte unter Druck

Bereits im asiatisch-pazifischen Raum zeigte sich am Dienstag ein volatiles Bild. Wichtige Indizes drehten im Vormittagshandel ins Minus, da die anhaltende Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt die Anlegerstimmung belastete. Der volatile Handel in Asien gilt als Frühindikator für die Stimmung an den europäischen und amerikanischen Börsen.

Trotz der geopolitischen Spannungen fallen die erwarteten Eröffnungsgewinne in Europa moderat positiv aus – ein Zeichen dafür, dass die Märkte die Situation zwar ernst nehmen, aber noch keine Eskalation einpreisen.

PMI-Daten als weiterer Impulsgeber

Neben dem geopolitischen Geschehen richten Anleger ihren Blick auch auf wichtige Konjunkturdaten. Am späteren Dienstag werden die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe in Großbritannien und der Eurozone für den Monat März veröffentlicht. Diese Daten gelten als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung und könnten Aufschluss darüber geben, wie stark sich der Iran-Krieg bereits auf die europäische Wirtschaft auswirkt.

Der PMI ist ein viel beachteter Stimmungsindikator: Werte über 50 signalisieren Wachstum im verarbeitenden Sektor, Werte darunter deuten auf eine Kontraktion hin. Angesichts der geopolitischen Lage dürften die Märkte die Zahlen besonders aufmerksam verfolgen.

Insgesamt bleibt die Lage angespannt: Der Ausgang der Iran-Frist und die anschließende Reaktion der Märkte dürften den weiteren Handelsverlauf am Dienstag maßgeblich bestimmen.

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