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Europäische Aktien steigen dank Trump-Xi-Gipfel und KI-Optimismus

Dax legt 1,2 Prozent zu, Tech-Werte wie ASML profitieren – Ölpreise über 105 Dollar belasten Inflationsausblick.

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Europäische Aktien steigen dank Trump-Xi-Gipfel und KI-Optimismus

Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag überwiegend Kursgewinne verbucht. Anleger verfolgten gespannt den zweitägigen Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping, während Technologiewerte von der anhaltenden KI-Euphorie profitierten.

Bis 09:29 Uhr ET (13:29 Uhr GMT) legte der deutsche Leitindex Dax um 1,2 Prozent zu und zählte damit zu den stärksten Indizes in Europa. Der europaweite Stoxx 600 stieg um 0,6 Prozent, der französische CAC 40 verbesserte sich um 0,8 Prozent und der britische FTSE 100 gewann 0,4 Prozent hinzu.

Technologiewerte wie der niederländische Chipausrüster ASML und der Halbleiterhersteller STMicroelectronics verzeichneten Kursgewinne. Sie folgten damit der starken Rallye im Technologiesektor an der Wall Street vom Mittwoch, die durch die anhaltende Begeisterung für Künstliche Intelligenz angetrieben wurde.

Trump-Xi-Gipfel: Handelsgespräche machen Fortschritte

Trump und Xi haben ihre erste Gesprächsrunde im Rahmen des zweitägigen Gipfels abgeschlossen. Xi erklärte gegenüber staatlichen Medien, dass insbesondere die Handelsgespräche Fortschritte machten. Er wies jedoch darauf hin, dass der Widerstand der USA in der Taiwan-Frage die bilateralen Beziehungen belasten könnte.

Die Märkte warteten zudem gespannt auf mögliche Entwicklungen rund um den Iran-Konflikt. Einige Analysten vermuten, dass Trump versuchen könnte, China – einen bedeutenden Importeur von iranischem Öl – davon zu überzeugen, als Garant für ein dauerhaftes Friedensabkommen zu fungieren. Ob Peking bereit wäre, eine solche Rolle zu übernehmen, bleibt jedoch ungewiss.

Ölpreise über 105 Dollar – Inflationssorgen wachsen

Während die Staats- und Regierungschefs sowie hochrangige Wirtschaftsvertreter in China zusammenkamen, sieht sich die Weltwirtschaft mit trüben Aussichten konfrontiert. Hintergrund ist die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus – einer lebenswichtigen Wasserstraße vor der Südküste des Irans, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird.

Die Ölpreise tendierten fester: Die Terminkontrakte der Sorte Brent, der globalen Benchmark für Rohöl, notierten zuletzt über 105 Dollar pro Barrel. Zum Vergleich: Vor Ausbruch des Konflikts lag der Preis bei rund 70 Dollar pro Barrel – ein Anstieg von rund 50 Prozent.

Dieser Preisschub schürt weltweit Inflationsängste. „Höhere Energiepreise gehen mit einem schwächeren Wachstum und einer höheren Inflation einher", schrieben die Analysten von Morgan Stanley in einem Kommentar. Diese Einschätzung wird durch die in dieser Woche veröffentlichten Verbraucher- und Erzeugerpreisdaten aus den USA untermauert.

Unternehmensseite: Burberry enttäuscht, Allegro überzeugt

Abseits der makroökonomischen Themen setzte sich die europäische Berichtssaison fort. Die Aktien des britischen Luxusbekleidungshändlers Burberry gaben nach, nachdem der Vorstand bekanntgegeben hatte, keine Dividende auszuschütten. Zudem warnte das Unternehmen vor einem unsicheren makroökonomischen Umfeld im Geschäftsjahr 2027.

Positiv überraschte hingegen die polnische E-Commerce-Plattform Allegro: Das Unternehmen hob seine Jahresprognose für die internationale Sparte an, was die Aktien deutlich nach oben trieb. Allegro gilt als einer der führenden Online-Marktplätze in Mittel- und Osteuropa und profitiert vom anhaltenden Wachstum im digitalen Handel.

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