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Europäische Aktien steigen dank Hoffnung auf US-Iran-Einigung

Positive Signale aus den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran beflügeln die Börsen – Ölpreise fallen unter 100 Dollar.

Europäische Aktien steigen dank Hoffnung auf US-Iran-Einigung

Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag deutlich zugelegt. Auslöser war die Hoffnung auf Fortschritte in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran. Gleichzeitig gaben die Ölpreise nach und fielen wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar pro Barrel.

Ein von Reuters zitierter US-Beamter deutete an, dass es bei den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran eine gewisse Dynamik gegeben habe. Zudem erklärte Präsident Donald Trump, das Weiße Haus sei von iranischen Vertretern kontaktiert worden. Diese Signale sorgten für spürbare Erleichterung an den Märkten.

Dennoch bleibt die Stimmung nicht ungetrübt: Eine neue amerikanische Blockade iranischer Häfen hat für eine gewisse Vorsicht unter den Anlegern gesorgt und die Kursgewinne begrenzt.

Europäische Indizes mit breiten Gewinnen

Die Kursgewinne an den europäischen Börsen fielen solide aus. Um 09:14 Uhr ET (13:14 Uhr GMT) verzeichneten die wichtigsten Indizes folgende Zuwächse:

  • Stoxx 600 (paneuropäisch): +0,9 %
  • DAX (Deutschland): +1,2 %
  • CAC 40 (Frankreich): +0,8 %
  • FTSE 100 (Großbritannien): +0,2 %

Besonders der deutsche Leitindex DAX stach mit einem Plus von 1,2 % hervor. Die europäischen Märkte profitierten dabei auch von einer positiven Vorlage aus Asien, wo sowohl der breit gefasste MSCI-Index für Aktien außerhalb Japans als auch der japanische Nikkei-Index zulegten.

Ölpreise geben nach – IEA warnt dennoch

Die Ölpreise standen am Dienstag unter Druck. Die Terminkontrakte der Nordseesorte Brent, die als globale Benchmark gilt, fielen um 1,5 % auf 97,88 Dollar pro Barrel. Das amerikanische Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab sogar um 3,4 % auf 95,78 Dollar nach.

Trotz dieser Rückgänge notieren beide Ölsorten weiterhin über dem Niveau von vor dem Krieg. Die Internationale Energieagentur (IEA) warnte zudem, dass die aktuellen Ölpreise das volle Ausmaß des durch den Iran-Krieg verursachten Angebotsschocks noch nicht widerspiegeln. Anleger sollten diese Einschätzung im Blick behalten, da weitere Preisanpassungen möglich sind.

LVMH meldet Umsatzeinbußen durch Nahost-Konflikt

Auf Unternehmensebene sorgte eine Meldung des Luxusgüterkonzerns LVMH für Aufmerksamkeit. Die Muttergesellschaft der Modemarke Dior gab bekannt, dass der Konflikt im Nahen Osten den Gesamtumsatz der Gruppe um mindestens 1 % geschmälert hat. Diese Nachricht dämpfte den Optimismus, dass der Luxussektor seine begonnene Erholung zügig fortsetzen kann.

Für zusätzliche Spannung im Luxussegment sorgt der Ausblick auf die Ergebnisse des LVMH-Konkurrenten Kering, die noch am selben Tag nach Börsenschluss in Europa erwartet werden. Investoren werden die Zahlen genau analysieren, um ein klareres Bild über die Auswirkungen des Konflikts auf die gesamte Branche zu erhalten.

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