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Europäische Aktien pausieren nach starkem Quartal – Iran-Sorgen belasten

Nach dem stärksten Quartal seit Jahren bremsen Zweifel an einem Iran-Friedensabkommen die europäischen Börsen aus.

Europäische Aktien pausieren nach starkem Quartal – Iran-Sorgen belasten

Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch eine Verschnaufpause eingelegt. Der paneuropäische STOXX 600 sank bis 08:25 Uhr GMT um 0,1 Prozent auf 640,79 Punkte. Damit folgte auf das stärkste Quartal des Index seit Oktober 2020 zunächst eine vorsichtige Handelseröffnung.

Ausschlaggebend für die zurückhaltende Stimmung waren erneute Anzeichen eines Stillstands bei den Friedensgesprächen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. Der Iran erklärte, er werde sich nicht mit hochrangigen US-Gesandten treffen, die nach dem Ausbruch der Feindseligkeiten in die Region gereist waren. Dies trübt die Aussichten auf einen dauerhaften Frieden zwischen den beiden Ländern erheblich. Obwohl die Rohölpreise wieder auf das Niveau vor dem Iran-Konflikt zurückgefallen sind, bleiben Sorgen über anhaltenden Preisdruck bestehen.

Technologiesektor zeigt gemischtes Bild

Die Technologiewerte präsentierten sich nach einem außergewöhnlich starken Quartal weitgehend uneinheitlich. Der STOXX-Technologieindex hatte am Dienstag seine stärkste Quartalsperformance seit Ende 2001 erzielt. Die Bewertungen europäischer Technologietitel liegen nun auf Augenhöhe mit den Konkurrenten an der Wall Street – ein bemerkenswerter Aufholprozess.

Der Chipausrüster ASML notierte stabil, während die Aktie des Halbleiterunternehmens Soitec um 5,2 Prozent zulegte. Dagegen verlor der KI-Ausrüster Schneider Electric 2,2 Prozent. Das Unternehmen hatte eine Vereinbarung zur Übernahme von Cognite Holding, einem privaten Anbieter von KI-Software und Industriedaten, für 3,1 Milliarden US-Dollar in einer reinen Bartransaktion unterzeichnet.

Luca Finà, Leiter Active Equity bei Generali Asset Management, bleibt dennoch optimistisch für den Sektor: „Wir schätzen den Technologiesektor auch weiterhin. Er wird weiterhin eine Art Motor bleiben, sowohl in Bezug auf das Gewinnwachstum als auch auf die Performance." Finà erwartet zudem die Rückkehr internationaler Kapitalflüsse, was die starke Performance in Europa insgesamt stützen dürfte. Er geht davon aus, dass sich die Differenz beim Gewinnwachstum zwischen europäischen Aktien und ihren US-Pendants in den nächsten zwei oder drei Quartalen verringern könnte.

EZB-Konferenz in Sintra im Fokus

Im weiteren Tagesverlauf richtet sich die Aufmerksamkeit der Märkte auf die Sintra-Konferenz der Europäischen Zentralbank. Dort werden US-Notenbankchef Kevin Warsh und EZB-Präsidentin Christine Lagarde sprechen. Händler erwarten laut von LSEG zusammengestellten Daten, dass beide großen Zentralbanken die Zinsen im weiteren Jahresverlauf um jeweils mindestens 25 Basispunkte anheben werden.

Auf Unternehmensebene sorgte der schwedische Rüstungskonzern Saab für Aufsehen: Die Aktie legte um 4,2 Prozent zu, nachdem das Unternehmen einen Vertrag über die Lieferung von 16 Gripen-E-Kampfflugzeugen an die Ukraine im Wert von rund 24,6 Milliarden schwedischen Kronen (umgerechnet etwa 2,54 Milliarden US-Dollar) unterzeichnet hatte.

Auf der Verliererseite stand der Primark-Eigentümer Associated British Foods, der um 2 Prozent nachgab. Das Unternehmen erklärte, der Jahresgewinn werde voraussichtlich unter dem Ergebnis des Vorjahres liegen. Auch die deutschen Sportartikelhersteller Adidas und Puma verloren jeweils über 1 Prozent. Hintergrund war ein vorsichtiger Ausblick des US-Konkurrenten Nike, der auf anhaltende Schwäche im wichtigen chinesischen Markt hinwies.

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