ANZEIGE

Europa darf Rüstungskooperation mit USA nicht kappen, warnt Nammo-Chef

Nammo-CEO Morten Brandtzæg warnt: Europa kann steigende Waffennachfrage nicht ohne US-Partner decken.

•• 3 Min
Europa darf Rüstungskooperation mit USA nicht kappen, warnt Nammo-Chef

Die europäische Rüstungsindustrie muss vermeiden, die industriellen Bindungen zu den USA zu kappen, da sie nicht in der Lage ist, die steigende Nachfrage nach Waffen allein zu decken. Davor warnt Morten Brandtzæg, Chief Executive des Munitionsproduzenten Nammo, an dem sowohl die norwegische als auch die finnische Regierung beteiligt sind.

„Ich betrachte den Produktionsaufbau nicht nur als eine europäische Anstrengung, sondern als eine gemeinsame Allianzanstrengung aller Nato-Länder, einschließlich der USA“, sagte Brandtzæg im Gespräch mit der Financial Times. „Wir sollten daran denken, dass Europa sich nicht selbst versorgen kann“, fügte er hinzu.

Integrierte Lieferketten als Realität

Brandtzæg verwies auf die Rolle von Nammo bei der Herstellung von US-Raketen für F-35-Kampfjets als Beispiel für die tief integrierte Lieferkette der Branche. Das norwegische Unternehmen liefert Raketenmotoren, die AMRAAM-Raketen antreiben, welche von den Jets eingesetzt werden. Die Raketenmotoren werden im Hauptproduktionszentrum von Nammo in Raufoss in Norwegen hergestellt und anschließend in die USA geschickt. Dort werden sie von der US-Rüstungsgruppe Raytheon zu Raketen zusammengebaut und dann an europäische Verbündete ausgeliefert.

„In vielen Bereichen der Rüstungsindustrie ist die Lieferbasis zwischen Europa und den USA integriert“, betonte Brandtzæg. Er äußerte Zweifel daran, ob die Industrie derzeit die Zeit habe, Produktionslinien grundlegend umzustellen. Nammo ist einer der größten Munitionsproduzenten Europas und stellt alles her, von den größten Artilleriegranaten bis hin zu Munition für Panzer, Kampfjets und Gewehre.

Spannungen mit der Trump-Administration

Brandtzægs Einschätzung fällt in eine Zeit, in der europäische Regierungen ihre Pläne zur Stärkung der eigenen rüstungsindustriellen Basis ausgebaut haben. Ziel ist es, die Abhängigkeit von kritischen US-Waffen und -Technologien zu reduzieren – angesichts der angespannten Beziehungen zur Administration von Donald Trump.

Lieferverzögerungen einiger US-Waffen, darunter Raketensysteme, an europäische Verbündete haben die Spannungen zusätzlich verstärkt. Washington warnte seine Verbündeten im Frühling, mit langen Lieferverzögerungen zu rechnen, da die USA die Auffüllung eigener Lagerbestände priorisierten, die durch den Krieg im Nahen Osten stark erschöpft waren.

Mahnung zur langfristigen Zusammenarbeit

Bei einer Testveranstaltung auf dem Stützpunkt von Nammo in Raufoss, zu der auch Mörser und Drohnen gehörten, warnte Brandtzæg eindringlich: „Kurzfristige Politik darf die langfristige Ambition, Schulter an Schulter zu stehen, nicht zerstören.“ Das Unternehmen erhöhe die Produktion in den USA und schaffe dadurch „mehr Raum für die Produktion“ in seinen europäischen Standorten. „Dies ist also eine sorgfältig orchestrierte Symphonie zwischen allen Allianzländern“, sagte er.

Schwere Verzögerungen beim Patriot-Luftabwehrsystem in US-Produktion haben die Wartezeiten für staatliche Kunden bis in das nächste Jahrzehnt verlängert. Dänemark wurde im vergangenen Jahr zum ersten Land, das einen Vertrag über den Kauf des französisch-italienischen Luftabwehrsystems SAMP-T NG unterzeichnete, wobei erste Lieferungen für 2028 erwartet werden.

Alternativen aus Europa gefragt

Patrice Caine, Chief Executive von Frankreichs Thales, das das SAMP-T NG gemeinsam mit MBDA und Italiens Leonardo baut, erklärte gegenüber der FT, dass ein „Dutzend Länder in Europa und sogar im Nahen Osten“ Interesse am System bekundet hätten. Er nannte zwei Gründe: bessere Leistung sowie die Verfügbarkeit des Patriot-Systems.

Thales stehe zudem mit der britischen Regierung in Gesprächen, um ihre laserzielgesteuerte Rakete, die in Belgien gebaut wird, anzubieten. Damit sollen aktuelle Engpässe bei der US-basierten Hydra-70-Rakete adressiert werden. Das Vereinigte Königreich setzt Hydra-70-Raketen in Waffen ein, darunter sein neues kostengünstiges „Advanced Precision Kill Weapon System“. Das britische Verteidigungsministerium sagte, es kommentiere keine „Munitionsbestände“.

NammoRüstungsindustrieUSAEuropaNatoMorten BrandtzægF-35Patriot-Luftabwehr

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.