ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

EU will mehr Bergbau in Europa

Abhängigkeit von Rohstoffimporten soll verringert werden

EU will mehr Bergbau in Europa

Die EU will die Versorgung mit kritischen Metallen durch mehr Bergbau in Europa sichern. Hintergrund sind die Abhängigkeit von Importen und Versorgungsrisiken. Rund 90 Prozent der seltenen Erden etwa kommen aus China. Der Ukraine-Krieg hat die Problematik verschärft. Im neuen "Critical Raw Materials Act" plant die EU Zielvorgaben für Recycling und europäische Förderung.

In Deutschland ruhen die Hoffnungen vor allem auf dem Erzgebirge. Dort haben sich 35 Bergbau-Startups wie die Saxore Bergbau GmbH angesiedelt. Sie wollen unter anderem Lithium, Zinn und Gallium fördern. Mit dem Beginn der Förderung wird frühestens in 5 bis 10 Jahren gerechnet. Die Projekte müssen aufwendige Genehmigungsverfahren durchlaufen, die mehrere Jahre dauern können.

Die EU plant, diese Verfahren zu straffen. Eine zentrale Behörde als "One Stop Shop" könnte alle Zulassungen bündeln. Die Dauer soll auf maximal 2 Jahre begrenzt werden. Das begrüßen auch die Unternehmen. Die Saxore etwa arbeitet schon seit 2011 an ihrem Vorhaben. Ohne Beschleunigung seien die hohen Vorlaufkosten kaum zu stemmen, so das Argument.

Kritiker sehen die Gefahr, dass Umweltstandards gesenkt werden könnten. Doch das weisen die Befürworter zurück. Die Verfahren seien gerade dazu da, Konflikte frühzeitig zu lösen. Beschleunigung erfolge durch Bündelung, nicht durch Abstriche. Die Behörden bräuchten aber mehr Personal. Sie seien der Flut an Projekten nicht gewachsen.

Am Beispiel des geplanten Zinnbergwerks in Breitenbrunn wird die Problematik deutlich. Die Bürger kritisieren vor allem die erwartete Lärmbelastung durch Lkw-Verkehr. Sie befürchten zudem, dass die Rohstoffe exportiert statt in Europa verwendet werden. Die Behörden prüfen die Einwände. Doch die Mittel der Gemeinde zur Mitsprache sind begrenzt.

Sowohl mehr Recycling als auch neue Förderung seien nötig, so Experten. Europa könne die Transformation sonst global nicht glaubwürdig vertreten. Der Bergbau kehre ohnehin nicht flächendeckend zurück, so die Prognose. Die Gesellschaft müsse Kompromisse eingehen. Es werde immer Widerstand vor Ort geben, egal ob gegen Windräder oder Minen. Wichtig seien faire Regeln und Transparenz.

Europäische UnionMining Services

Disclaimer