ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

EU-Staaten akzeptieren Transitgebühren in der Straße von Hormus

Mehrere europäische Nationen halten Gebühren für Schiffe in der Straße von Hormus laut Bloomberg-Bericht für unvermeidlich.

EU-Staaten akzeptieren Transitgebühren in der Straße von Hormus

Mehrere führende europäische Nationen akzeptieren laut einem Bloomberg-Bericht vom Donnerstag, dass Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, künftig Gebühren an den Iran und den Oman zahlen müssen. Die Möglichkeit solcher Servicegebühren nach dem Krieg der USA und Israels mit dem Iran wird von einigen EU-Ländern mittlerweile als unvermeidlich eingestuft. Auch einige Beamte der arabischen Golfstaaten sollen diese Einschätzung privat teilen – wenngleich dies nicht die offizielle Position ihrer Regierungen widerspiegelt.

Die Art und Höhe der Gebühren, die die betroffenen Nationen akzeptieren würden, bleibt bislang unklar. Die USA und die arabischen Golfstaaten halten weiterhin daran fest, dass weder der Iran noch der Oman Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus erheben dürfen. Die zentralen Bedenken betreffen die Einhaltung des internationalen Seerechts sowie das Risiko, einen Präzedenzfall zu schaffen, der andere Länder dazu verleiten könnte, ähnliche Gebühren für weitere wichtige Wasserwege zu verlangen.

Europäische Länder fordern Nichtdiskriminierung

Während die europäischen Länder die Aussicht auf zusätzliche Kosten grundsätzlich akzeptieren, haben sie den iranischen und omanischen Behörden gegenüber eine klare Forderung formuliert: Schiffe dürfen nicht aufgrund ihrer Nationalität diskriminiert werden. In der vergangenen Woche soll der Oman europäischen Vertretern mitgeteilt haben, dass eine Rückkehr zum Status quo vor dem Krieg in der Straße von Hormus nicht mehr möglich sei.

Konkret könnten Schiffe, die den strategisch bedeutsamen Wasserweg passieren, mit Gebühren für Dienstleistungen konfrontiert werden – darunter die Reinigung der Meerenge sowie Navigationskosten. Die Straße von Hormus gilt als kritischer Engpass für die Energieversorgung am Persischen Golf und ist damit von globaler wirtschaftlicher Bedeutung.

Der Oman, der Allianzen sowohl mit dem Westen als auch mit dem Iran unterhält, steht von beiden Seiten unter erheblichem Druck. Das Sultanat grenzt an den südlichen Teil der Meerenge und hat bislang öffentlich widersprüchliche Signale zu seinen Plänen gesendet, während es gleichzeitig betont, das internationale Seerecht einhalten zu wollen.

Malakka-Modell als mögliches Vorbild

Als potenzielles Modell für ein Gebührensystem prüft der Oman die Straße von Malakka in Asien. Die omanische Führung ist jedoch der Ansicht, dass ein solches System nur dann funktionieren würde, wenn alle Anrainerstaaten des Persischen Golfs dem zustimmen. Ob ein freiwilliges System für den Iran akzeptabel wäre, bleibt offen.

Unterdessen hat sich die Lage im Seeverkehr seit dem Abschluss eines Interims-Friedensabkommens zwischen dem Iran und den USA vor etwa zwei Wochen spürbar entspannt. Der kommerzielle Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus hat seitdem zugenommen. In Verbindung mit der militärischen Unterstützung der USA für Schiffe stiegen die Ölströme aus Ländern wie Saudi-Arabien durch den Engpass auf mehr als 10 Millionen Barrel pro Tag – das entspricht etwas mehr als der Hälfte des Vorkriegsniveaus. Auch der Iran hat seine Rohölexporte gesteigert, nachdem die USA die Blockade seiner Häfen aufgehoben haben.

Straße Von HormusTransitgebührenIranOmanEUEnergieversorgungSeerechtÖlexporte

Disclaimer