EU gibt grünes Licht für ADNOC-Übernahme
Covestro-Deal im Wert von 14,7 Milliarden Euro ohne Auflagen genehmigt

Der staatliche Ölkonzern ADNOC aus Abu Dhabi hat die uneingeschränkte kartellrechtliche Genehmigung der Europäischen Union für die Übernahme des deutschen Chemieunternehmens Covestro in Höhe von 14,7 Milliarden Euro erhalten. Die Europäische Kommission teilte mit, dass die geplante Transaktion keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken hervorrufe. Aufgrund der begrenzten Auswirkungen auf die Märkte, in denen beide Unternehmen tätig sind, sei kein Eingreifen erforderlich.
Die Genehmigung wurde ohne Auflagen erteilt, was bedeutet, dass ADNOC die Übernahme ohne zusätzliche Bedingungen oder strukturelle Änderungen an den beteiligten Unternehmen vollziehen darf. Mit dem Abschluss des Prüfverfahrens bestätigt die EU-Kommission eine frühere exklusive Berichterstattung von Reuters über den bevorstehenden Entscheid.
Bei dem Vorhaben handelt es sich um die bislang größte Übernahme in der Geschichte von ADNOC. Der Deal steht im Kontext einer breiteren Strategie von Staaten im Nahen Osten, ihre wirtschaftlichen Aktivitäten stärker zu diversifizieren. Ziel ist es, sich unabhängiger vom Ölgeschäft zu machen und auf die globale Energiewende hin zu saubereren Energieformen zu reagieren.
Der Kaufpreis in Höhe von 14,7 Milliarden Euro entspricht rund 16,3 Milliarden US-Dollar. Die Europäische Kommission bewertete die Auswirkungen auf den Wettbewerb insbesondere im Hinblick auf bestehende Marktanteile und die Überschneidungen der Geschäftsbereiche der beiden Unternehmen. Dabei wurde festgestellt, dass die Transaktion die Marktstruktur nicht wesentlich verändern werde.
ADNOC ist ein bedeutender Akteur im Energiesektor des Nahen Ostens, während Covestro als deutsches Unternehmen vor allem in der Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen tätig ist. Die Geschäftsfelder der beiden Unternehmen überschneiden sich nur in begrenztem Umfang, was laut EU-Kommission ein Grund für die unbedenkliche Einstufung der Übernahme war.
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Zur AktienanalyseDer Wechselkurs zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts lag bei einem US-Dollar zu 0,9003 Euro. Die Entscheidung der EU-Kommission ist ein weiterer Schritt im Übernahmeprozess, der nun in die finale Phase eintreten kann. Eine separate Zustimmung anderer Wettbewerbsbehörden außerhalb der EU ist gegebenenfalls ebenfalls erforderlich.


