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ETFs verdrängen klassische Investmentfonds – 3 Billionen Dollar Umschichtung

Börsengehandelte Fonds revolutionieren die Anlagebranche: Innerhalb von nur zehn Jahren flossen 3 Billionen Dollar aus traditionellen Investmentfonds ab – direkt in ETFs. Das verwaltete Vermögen erreichte 13,5 Billionen Dollar.

ETFs verdrängen klassische Investmentfonds – 3 Billionen Dollar Umschichtung

Die Finanzbranche erlebt eine historische Verschiebung: Börsengehandelte Fonds (ETFs) verdrängen zunehmend klassische Investmentfonds. Laut dem Investment Company Institute wechselten zwischen 2015 und 2024 kumuliert 3 Billionen Dollar von traditionellen Fonds in ETFs – eine Entwicklung, die Experten als "unfairen Kampf" bezeichnen.

Rekordwachstum bei ETFs

Die Zahlen sind beeindruckend: Im vergangenen Jahr wurden allein in den USA über 1.000 neue ETFs aufgelegt. Das Gesamtvermögen der Branche erreichte 13,5 Billionen Dollar. Der Dezember verzeichnete dabei Rekordzuflüsse und die höchste Anzahl an Neuauflagen seit Bestehen dieser Anlageklasse.

Strukturelle Vorteile treiben Erfolg

ETFs profitieren von mehreren Vorteilen gegenüber klassischen Investmentfonds. Sie können während der gesamten Handelszeit gekauft und verkauft werden – nicht nur einmal täglich wie traditionelle Fonds. Zudem sind sie steuerlich deutlich effizienter: Während Anleger in klassischen Fonds auch Kapitalertragssteuern zahlen müssen, wenn andere Investoren verkaufen, entfällt dies bei ETFs weitgehend.

Seit der Abschaffung von Retail-Brokerage-Gebühren sind ETFs für viele Anleger zur naheliegenden Wahl geworden. Die Kostenvorteile und die höhere Flexibilität machen sie besonders für Privatanleger attraktiv.

Innovative Steuerstrategien

Die ETF-Branche entwickelt sich kontinuierlich weiter. Einige Produkte reizen die Steuerregeln bis an ihre Grenzen aus. So gibt es beispielsweise ETFs, die Zinsen aus US-Staatsanleihen anbieten, ohne diese direkt auszuzahlen. Andere ermöglichen es Führungskräften, konzentrierte Aktienpositionen in diversifizierte Fonds umzuwandeln, ohne dabei Gewinne realisieren zu müssen.

Marktimpulse vom Halbleitersektor

An den Märkten sorgte unterdessen der taiwanesische Halbleiterriese TSMC für positive Impulse. Ein hervorragender Quartalsbericht stützte schwächelnde Technologieaktien über Nacht. Die Ölpreise gaben hingegen nach, nachdem US-Präsident Trump seine Rhetorik bezüglich eines möglichen Angriffs auf den Iran abgemildert hatte.

Heute stehen wichtige Quartalszahlen an: Die Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley sowie BlackRock, der weltweit größte Vermögensverwalter, legen ihre Ergebnisse vor.

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