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ETFs im Aufschwung: Die neue Anlagemethode

Aktive Fondsanbieter reagieren auf wachsende Konkurrenz und Marktveränderungen

ETFs im Aufschwung: Die neue Anlagemethode

Börsennotierte Fonds, besser bekannt als ETFs (Exchange Traded Funds), haben sich in den letzten Jahren als bedeutende Alternative zu traditionellen Investmentfonds etabliert. Diese Anlageprodukte haben nicht nur die Art und Weise verändert, wie Anleger ihr Geld anlegen, sondern auch die Dynamik der gesamten Finanzbranche maßgeblich beeinflusst. Seit 2019 hat sich das Marktvolumen des globalen ETF-Marktes von 5,4 Billionen US-Dollar auf über 13 Billionen US-Dollar nahezu verzweieinhalbfacht, wobei der Großteil in passiv verwaltete, indexnachbildende Fonds investiert ist.

In den USA sind ETFs besonders beliebt, da sie steuerliche Vorteile bieten. Dort machen sie über 50 Prozent des Fondsmarktes aus, während in Europa dieser Anteil etwa 30 Prozent beträgt. Die jüngsten Umfragen zeigen, dass insbesondere die jüngere Generation, die Millennials, eine Vorliebe für diese Anlageform entwickelt hat. Diese Altersgruppe schätzt die Flexibilität und die niedrigen Kosten von ETFs. Zudem empfehlen 70 Prozent der Finanzberater diese Produkte, da sie deren hohe Liquidität und Kosteneffizienz als entscheidende Vorteile erachten.

Der Aufstieg der ETFs wird vor allem in der Nullzinsphase als bedeutend erachtet. In dieser Zeit waren einfache Bankeinlagen kaum rentabel, was viele Anleger dazu veranlasste, alternative Anlagemöglichkeiten zu suchen. Die größten Anbieter in diesem Bereich sind Unternehmen wie Blackrock, Vanguard und State Street, die Milliarden von Dollar in ETFs verwalten. In Europa zählen iShares, Amundi und DWS zu den führenden Anbietern.

Der Markt für aktive ETFs wächst ebenfalls. Obwohl diese Produkte derzeit nur einen kleinen Teil des Gesamtmarktes ausmachen, zeigt sich eine dynamische Entwicklung. Robeco, ein niederländisches Fondshaus, hat kürzlich den Einstieg in den aktiven ETF-Markt angekündigt und plant, seine ersten Produkte in Frankfurt zu handeln. Analysten erwarten, dass die Beliebtheit aktiver ETFs in den kommenden Jahren steigen wird, auch wenn die traditionellen Fondsanbieter durch die zunehmende Konkurrenz vor Herausforderungen stehen.

Trotz der Bedenken bezüglich der möglichen Auswirkungen passiver Fonds auf die Marktliquidität argumentieren Experten, dass aktive Anleger weiterhin eine wichtige Rolle im Markt spielen werden. Sie heben hervor, dass die gegenläufigen Positionen dieser Anleger dazu beitragen, den Markt stabil zu halten. Wissenschaftliche Studien haben jedoch auch darauf hingewiesen, dass eine Zunahme passiver Anlagen zu einer höheren Abhängigkeit von Liquiditätsveränderungen führen könnte, was die Relevanz spezifischer Unternehmensinformationen für die Kursentwicklung verringern könnte.

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