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Erfolgreiche Zuckersteuer in Großbritannien

Wie die Zuckersteuer in Großbritannien Übergewicht bekämpft und Erfolge erzielt - aber nicht ohne Kritik

Erfolgreiche Zuckersteuer in Großbritannien

Die Zuckersteuer in Großbritannien zeigt Erfolg: Eine Studie der Cambridge University belegt, dass die Fettleibigkeit bei zehn- und elfjährigen Mädchen um acht Prozent gesunken ist. Die Steuer auf stark zuckerhaltige Getränke, die seit 2018 in Kraft ist, soll Hersteller dazu animieren, den Zuckergehalt in ihren Produkten zu reduzieren und gegen Fettleibigkeit zu helfen. Die Steuer ist gestaffelt und wird ab einem Zuckergehalt von fünf Gramm pro 100 Millilitern fällig. Ab Oktober 2023 sollen für "Junkfood" keine Lockangebote mehr erlaubt sein. Bei den Erwachsenen in Großbritannien sind 64 Prozent übergewichtig.

Mhairi Brown, Sprecherin von "Action on Sugar", einer Organisation aus Ärztinnen und Ärzten sowie Wissenschaftlern, die vor den negativen Folgen eines zu hohen Zuckerkonsums warnen, begrüßt die Zuckersteuer. Sie sagt, die Steuer habe eine große Wirkung gezeigt und stelle für die Getränkehersteller einen großen Anreiz dar, den Zuckergehalt zu reduzieren, um die Steuer zu vermeiden. Ein Meilenstein in der Bekämpfung von Übergewicht wäre es gewesen, wenn ungesunde Lebensmittel im Fernsehen erst ab 21 Uhr beworben werden dürften und online gar nicht mehr, so Brown. Dieses Gesetz ist jedoch auf Oktober 2025 verschoben worden, was Brown als vorgeschoben kritisiert.

Henry Dimbleby, Autor mehrerer Kochbücher und Mitgründer der Schnellrestaurantkette Leon, war bis vor kurzem Berater des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung und sollte beim Kampf gegen das Übergewicht helfen. Er wirft der Regierung nun Versagen vor und meint, dass die moderne konservative Ideologie alles laufen lasse, ohne jemals einzugreifen. Dimbleby ist sich sicher, dass auf das britische Gesundheitssystem gigantische Kosten zurollen werden. Er betont, dass die Gesundheit einer Nation ihr größtes Kapital sei und die Rolle von Regierungen darin bestehe, Probleme zu beseitigen.

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