Equinor setzt Empire-Wind-Arbeiten aus
US-Stilllegungsverfügung trifft weit fortgeschrittenes Offshore-Projekt vor New York

Der norwegische Energiekonzern Equinor hat am Montag bestätigt, dass er einer von den US-Behörden erlassenen Stilllegungsverfügung für das Offshore-Windprojekt Empire Wind 1 nachkommt. Das Unternehmen teilte mit, dass die laufenden Aktivitäten entsprechend der Anordnung ausgesetzt worden seien und man sich in engem Austausch mit den zuständigen Stellen befinde, um die Hintergründe und weiteren Schritte zu klären. Die Entscheidung der US-Regierung betrifft mehrere große Offshore-Windvorhaben und wurde mit Gründen der nationalen Sicherheit begründet.
Das US-Innenministerium hatte zuvor bekannt gegeben, dass die Pachtverträge für insgesamt fünf Offshore-Windprojekte vorübergehend ausgesetzt wurden. Für Equinor bedeutet dies eine erneute Unterbrechung eines Projekts, das bereits weit fortgeschritten ist. Nach Angaben des Unternehmens ist Empire Wind 1 zu mehr als 60 Prozent fertiggestellt. Die geplante Leistung von 810 Megawatt würde ausreichen, um rund 500.000 Haushalte mit Strom zu versorgen und gilt als ein zentraler Bestandteil der regionalen Energieinfrastruktur vor der Küste von New York.
Equinor erklärte weiter, dass die aktuelle Stilllegungsverfügung den Fortschritt der laufenden Arbeiten gefährde. Sollte es nicht zeitnah zu einer Lösung kommen, könnten sich erhebliche Auswirkungen auf den weiteren Projektverlauf ergeben. Neben dem eigentlichen Offshore-Windpark ist auch das South Brooklyn Marine Terminal betroffen, von dem aus logistische und bauliche Aktivitäten für das Projekt abgewickelt werden.
Zum Stichtag 30. September 2025 belief sich der Bruttobuchwert von Empire Wind einschließlich des Terminals in South Brooklyn auf rund 3,1 Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus hatte Equinor im Rahmen der Projektfinanzierung bis zum 30. November 2025 bereits etwa 2,8 Milliarden US-Dollar aus entsprechenden Darlehen abgerufen. Diese Zahlen unterstreichen die finanzielle Bedeutung des Vorhabens für den Konzern.
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Zur AktienanalyseEs handelt sich bereits um die zweite Stilllegungsverfügung für Empire Wind 1. Bereits im Juli hatte Equinor im Zusammenhang mit dem Projekt und dem South Brooklyn Marine Terminal eine Wertminderung in Höhe von 763 Millionen US-Dollar verbucht. Das Unternehmen betonte, dass man weiterhin die Auswirkungen der aktuellen Entscheidung prüfe und auf weitere Informationen der US-Regierung angewiesen sei, um die nächsten Schritte planen zu können.


