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Equinor klagt gegen Trump: 4 Mrd. Dollar Offshore-Windprojekt vor Gericht

Der norwegische Energiekonzern Equinor kämpft vor einem US-Gericht um sein 4 Milliarden Dollar teures Empire Wind Projekt. Die Trump-Administration hatte die Arbeiten gestoppt – nun droht dem zu 60% fertiggestellten Offshore-Windpark vor New York die Künd

Equinor klagt gegen Trump: 4 Mrd. Dollar Offshore-Windprojekt vor Gericht

Ein US-Bundesgericht in Washington prüft am Mittwoch, ob Equinor die Bauarbeiten an seinem milliardenschweren Offshore-Windprojekt Empire Wind vor der Küste New Yorks wieder aufnehmen darf. Der norwegische Energiekonzern hat Klage gegen die Trump-Administration eingereicht, nachdem diese einen umfassenden Baustopp für die gesamte Offshore-Windbranche in Bundesgewässern verhängt hatte.

Equinor hat bereits 4 Milliarden Dollar in das Projekt investiert. In den Gerichtsunterlagen warnt das Unternehmen, dass eine wahrscheinliche Kündigung drohe, falls die Arbeiten nicht bis zum 16. Januar fortgesetzt werden können. Das Empire Wind Projekt liegt etwa 20 Meilen vor Long Island und ist bereits zu rund 60 Prozent fertiggestellt.

Zweiter Erfolg für Offshore-Windbranche

Die Anhörung findet nur zwei Tage nach einem wichtigen Etappensieg der Branche statt. Dasselbe Gericht hatte dem dänischen Entwickler Orsted erlaubt, die Arbeiten an seinem nahezu fertiggestellten Revolution Wind Projekt vor Rhode Island fortzusetzen. Diese Entscheidung könnte nun auch Equinors Chancen verbessern.

Das Empire Wind Projekt soll nach Fertigstellung genug Strom für etwa 500.000 Haushalte erzeugen. Für Equinor und seine Aktionäre steht viel auf dem Spiel – die Gerichtsentscheidungen könnten über die Fertigstellung milliardenschwerer Investitionen entscheiden.

Trump blockiert Offshore-Windenergie

US-Präsident Donald Trump hat einen umfassenden Angriff auf den Offshore-Windsektor gestartet. Sein Innenministerium stoppte im Dezember die Aktivitäten auf fünf Offshore-Windpachtflächen und berief sich dabei auf als geheim eingestufte Informationen über angebliche Risiken für die nationale Sicherheit durch Radarstörungen.

Diese Bedenken wurden laut Regierungsangaben in einer Bewertung des Verteidigungsministeriums offengelegt, die dem Innenministerium im November vorgelegt wurde. Trump bezeichnete Windturbinen wiederholt als hässlich, teuer und ineffizient.

Wiederholte Störungen unter Trump

Für Equinor ist es nicht die erste Konfrontation mit der Trump-Administration. Das Empire Wind Projekt wurde bereits im vergangenen Jahr für einen Monat gestoppt. Die anhaltende Unsicherheit belastet die gesamte Offshore-Windbranche in den USA, obwohl einzelne Gerichtsentscheidungen den Unternehmen Hoffnung geben.

Die zugrunde liegenden Klagen werden jedoch weiterhin für Planungsunsicherheit bei den Entwicklern sorgen. Für die internationale Offshore-Windindustrie, die massiv in den US-Markt investiert hat, steht die Frage im Raum, ob ihre milliardenschweren Projekte unter der Trump-Administration überhaupt eine Zukunft haben.

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