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Equinor-Gewinn sinkt stärker als erwartet

Trotz geringerer Öl- und Gaspreise hält der Konzern an Wachstums- und Investitionszielen fest

Equinor-Gewinn sinkt stärker als erwartet

Der norwegische Energiekonzern Equinor hat im dritten Quartal einen stärkeren Gewinnrückgang verzeichnet als von Analysten erwartet. Das Unternehmen meldete für den Zeitraum Juli bis September einen bereinigten Vorsteuergewinn von 6,21 Milliarden US-Dollar, nach 6,89 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal. Analysten hatten im Durchschnitt mit 6,31 Milliarden US-Dollar gerechnet. Hauptgrund für den Rückgang waren niedrigere Öl- und Gaspreise im Vergleich zum Vorjahr.

Trotz der schwächeren Ergebnisse hält Equinor an seinen Prognosen fest. Der Konzern geht weiterhin davon aus, dass die Öl- und Gasproduktion in diesem Jahr um rund 4 Prozent gegenüber 2024 steigen wird. Ebenso bestätigte das Management seine Planungen für Investitionen in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Laut Unternehmenschef Anders Opedal tragen leistungsstarke bestehende Felder sowie neue Förderprojekte auf dem norwegischen Kontinentalschelf maßgeblich zum Produktionswachstum bei.

Bereits im Februar hatte Equinor angekündigt, ähnlich wie Konkurrenten Shell und BP, den Ausbau der Öl- und Gasförderung voranzutreiben, während Investitionen in erneuerbare Energien aufgrund schwieriger Marktbedingungen reduziert werden. Damit reagiert der Konzern auf die anhaltenden Herausforderungen der Energiewende und das schwankende Preisumfeld.

Das Segment Midstream, Marketing und Processing, in dem unter anderem das Energiehandelsgeschäft gebündelt ist, musste im dritten Quartal einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen. Die bereinigten operativen Erträge lagen bei 299 Millionen US-Dollar, nach 545 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Equinor hatte zuvor eine Spanne zwischen 400 und 800 Millionen US-Dollar prognostiziert, die nun auf etwa 400 Millionen US-Dollar gesenkt wurde. Als Gründe nannte das Unternehmen veränderte Marktbedingungen sowie frühere Veräußerungen bestimmter Vermögenswerte.

Die tägliche Fördermenge erreichte 2,13 Millionen Barrel Öläquivalent und entsprach damit den Erwartungen. Damit setzte Equinor das Wachstum gegenüber dem Vorjahreswert von 1,98 Millionen Barrel pro Tag fort. Seit 2022 ist das Unternehmen nach dem Rückzug russischer Gaslieferungen infolge des Ukraine-Kriegs Europas größter Gaslieferant. Dennoch hat die Equinor-Aktie im laufenden Jahr rund neun Prozent an Wert verloren und blieb damit hinter dem europäischen Energiesektorindex zurück, der im gleichen Zeitraum um 18 Prozent zulegte.

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