Equinor darf Offshore-Windpark vor New York fortsetzen
Ein US-Bundesrichter hat Equinor die Wiederaufnahme der Bauarbeiten am Empire Wind Projekt erlaubt. Dies ist der zweite juristische Rückschlag für Trumps Offshore-Wind-Stopp innerhalb einer Woche.

Ein US-Bundesrichter in Washington hat dem norwegischen Energiekonzern Equinor grünes Licht gegeben, die Arbeiten am Offshore-Windpark Empire Wind vor der Küste New Yorks fortzusetzen. Die Trump-Regierung hatte das Projekt im Dezember zusammen mit vier weiteren Offshore-Windprojekten gestoppt.
Zweiter juristischer Erfolg für Windkraft-Branche
Die Entscheidung von Richter Carl Nichols ist bereits die zweite Niederlage für Präsident Donald Trumps Offshore-Wind-Stopp in dieser Woche. Erst am Montag hatte ein Richter desselben Gerichts dem dänischen Energieunternehmen Orsted erlaubt, ein Projekt vor Rhode Island weiterzubauen. Die Urteile verschaffen den Unternehmen einen möglicherweise vorübergehenden Aufschub, während die eigentlichen Klagen weiterlaufen.
Trump hatte im vergangenen Jahr wiederholt erklärt, er halte Offshore-Windenergie für teuer, unzuverlässig und unästhetisch. Das Innenministerium hatte den Baustopp am 22. Dezember mit neuen, geheimen Informationen über nationale Sicherheitsrisiken begründet. Diese beziehen sich auf mögliche Radarstörungen durch Windkraftanlagen.
Milliardenprojekt zu 60 Prozent fertiggestellt
Richter Nichols, der von Trump während dessen erster Amtszeit ernannt wurde, wog jedoch ab, dass die nationalen Sicherheitsbedenken den "irreparablen Schaden" für Empire Wind nicht rechtfertigen würden. Die Anordnung bedrohe "die gesamte Existenz von Empire Wind", da sie den Zugang zu seltenen Spezialschiffen einschränke, die für die Fertigstellung benötigt werden.
Equinor hat bereits 4 Milliarden US-Dollar in das zu 60 Prozent fertiggestellte Projekt investiert. Nach Fertigstellung soll Empire Wind genug Strom für 500.000 Haushalte im Bundesstaat New York erzeugen. "Empire Wind wird sich nun auf die sichere Wiederaufnahme der Bauaktivitäten konzentrieren", teilte Equinor mit. Das Unternehmen kündigte zugleich an, weiterhin mit der US-Regierung zusammenzuarbeiten.
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Zur AktienanalyseWeitere Entscheidung steht bevor
Am Freitag wird ein Bundesrichter in Virginia über einen ähnlichen Antrag des Projekts Coastal Virginia Offshore Wind von Dominion entscheiden. Richter Nichols kündigte an, die Begründetheit der zugrunde liegenden Klage auf "beschleunigter Basis" zu prüfen. Die Entscheidungen der Gerichte könnten wegweisend für die Zukunft der Offshore-Windenergie in den USA sein.

