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Equaly erleichtert die Organisation im Familienalltag

Immer mehr Unternehmen setzen auf die App zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

 Equaly erleichtert die Organisation im Familienalltag

Die Gründerinnen Ronja Hoffacker und Louisa Plasberg haben mit ihrer Plattform Equaly eine digitale Lösung entwickelt, um die Aufteilung von Familien- und Haushaltsaufgaben gerechter zu gestalten. Die Anwendung richtet sich sowohl an Paare als auch an Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen wollen. Über Equaly lassen sich Aufgaben am Laptop oder Smartphone zuweisen, abhaken und durch interaktive Inhalte wie Live-Sessions und Videos ergänzen. Das Ziel ist es, den Alltag übersichtlicher zu strukturieren und den sogenannten Mental Load fairer zu verteilen.

Ursprünglich hatten Hoffacker und Plasberg in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ einen Deal mit Investorin Janna Ensthaler vereinbart. Für 200.000 Euro sollten 22,5 Prozent der Firmenanteile abgegeben werden. Letztlich kam es jedoch nicht zur Umsetzung der Investition, da sich das Geschäftsmodell von Equaly weiterentwickelte. Während zu Beginn sowohl Endverbraucher als auch Arbeitgeber angesprochen wurden, liegt der Fokus inzwischen klar auf B2B-Partnerschaften. Mehr als 25 Unternehmen, darunter Konzerne wie Procter & Gamble, ING, DEG und Beiersdorf, setzen bereits auf die Plattform.

Laut den Gründerinnen besteht seitens der Unternehmen ein großes Interesse, Beschäftigte bei der Familiengründung zu unterstützen. Insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels erkennen viele Firmen die Relevanz von Vereinbarkeitslösungen. Immer mehr Frauen kehren nach der Elternzeit nicht in den Beruf zurück – ein Risiko, dem Unternehmen durch gezielte Angebote entgegenwirken wollen. Während in der Vergangenheit Betriebskitas als Standard galten, seien heute digitale Lösungen wie Equaly gefragt, die beiden Elternteilen Verantwortung und Karriere ermöglichen.

Trotz politischer Gegenströmungen im Bereich Diversität, insbesondere aus den USA, spürt Equaly bislang keine nachlassende Nachfrage. Vielmehr beobachten die Gründerinnen eine zunehmende Entschlossenheit innerhalb der Belegschaften, das Thema aktiv in die Personalabteilungen zu tragen. Die App wird sowohl von Familien mit Kindern als auch von Paaren in der Phase der Familienplanung genutzt. Ein Drittel der Nutzerschaft hat noch keine Kinder, überlegt aber, ob der aktuelle Arbeitgeber langfristig geeignet ist.

Auf die Kritik in der Fernsehsendung reagierte das Start-up mit der Einführung eines Monatsabos. Das neue Modell ergänzt die bestehende Jahresmitgliedschaft, die weiterhin gut angenommen wird. Etwa die Hälfte der Paare verlängert nach einem Jahr. Für externe Investoren besteht derzeit kein Bedarf, da das Unternehmen eigenständig durch Umsätze wächst.

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