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Epstein-Akten: Goldman-Sachs-Juristin soll vor US-Kongress aussagen

Der US-Repräsentantenhaus-Ausschuss fordert Goldman-Sachs-Chefjuristin Kathryn Ruemmler zur freiwilligen Aussage über Epstein-Kontakte auf.

Epstein-Akten: Goldman-Sachs-Juristin soll vor US-Kongress aussagen

Der Untersuchungsausschuss des US-Repräsentantenhauses hat Goldman-Sachs-Chefjuristin Kathryn Ruemmler aufgefordert, freiwillig über ihre Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein auszusagen. Dies bestätigte ihre Sprecherin am Dienstag. Die Vorladung des Aufsichtsausschusses erfolgt knapp drei Wochen, nachdem Ruemmler ihren Abgang von Goldman Sachs zum Ende Juni angekündigt hatte.

Ruemmlers Rücktrittsankündigung folgte auf eine Welle von Medienberichten, die ihren oft freundschaftlichen E-Mail-Austausch mit Epstein dokumentierten. Die Juristin hatte eine der einflussreichsten Rechtspositionen der Wall Street inne. Ihr Fall rückt die Verbindungen hochrangiger Finanz- und Wirtschaftsvertreter zu Epstein erneut in den Fokus der Öffentlichkeit.

Handelsminister Lutnick kooperiert ebenfalls

Ebenfalls am Dienstag erklärte sich US-Handelsminister Howard Lutnick bereit, freiwillig vor dem Aufsichtsausschuss zu erscheinen. Ausschussvorsitzender James Comer, republikanischer Abgeordneter aus Kentucky, bestätigte dies. Lutnick ist ein ehemaliger Nachbar Epsteins in New York.

Lutnick hatte bereits im vergangenen Monat vor dem Bewilligungsausschuss des Senats eingeräumt, im Jahr 2012 mit seiner Familie Epsteins Privatinsel in der Karibik besucht zu haben. Dies steht im Widerspruch zu früheren Aussagen, wonach er den Kontakt zu Epstein bereits Jahre vor diesem Besuch abgebrochen habe. Die Inkonsistenz seiner Angaben hatte zuvor für erhebliche Kritik gesorgt.

Der Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses intensiviert damit seine Ermittlungen rund um das Netzwerk des 2019 in Haft verstorbenen Epstein. Für deutsche Anleger und Beobachter ist der Fall relevant, da Goldman Sachs als globales Finanzinstitut auch hierzulande stark vertreten ist und derartige Reputationsrisiken Auswirkungen auf das Vertrauen in das Haus haben können.

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