Envusa Energys 16-Milliarden-Rand-Cluster Koruson 2 vollständig in Betrieb
Alle drei Projekte des 520-MW-Erneuerbare-Energien-Clusters in Südafrika nehmen offiziell den kommerziellen Betrieb auf.

Der 16 Milliarden Rand teure Erneuerbare-Energien-Cluster Koruson 2 von Envusa Energy ist nun vollständig in Betrieb. Den Abschluss bildete die Inbetriebnahme von 130 MW des 140-MW-Windparks Hartebeesthoek. Die verbleibenden 10 MW sollen planmäßig im September ans Netz gehen.
Der gewaltige 520-MW-Cluster wurde an Standorten in den südafrikanischen Provinzen Ostkap und Nordkap errichtet. Er besteht aus drei Einzelprojekten: den beiden jeweils 140 MW starken Windparks Umsobomvu und Hartebeesthoek sowie der 240-MW-Photovoltaikanlage Mooi Plaats. Damit zählt Koruson 2 zu einem der größten Erneuerbare-Energien-Projekte im südlichen Afrika.
Die technische Dimension des Clusters ist beeindruckend: Insgesamt umfasst die Anlage rund 50 Windkraftanlagen, 420.000 Solarmodule und 943 String-Wechselrichter. Der erzeugte Strom wird in das nationale Netz eingespeist und von Envusa Energy – die auch als lizenzierter Stromhändler agiert – vertraglich für die Versorgung von Industriekunden bereitgestellt.
Versorgung für Bergbau- und Rohstoffkonzerne
Zu den belieferten Industriekunden zählen namhafte Unternehmen aus dem Bergbau- und Rohstoffsektor: Valterra Platinum, Kumba Iron Ore und De Beers. Envusa Energy nutzt dabei das Übertragungsnetz der National Transmission Company South Africa, um den Strom von den Erzeugungsstandorten zu den Verbrauchern zu transportieren. Dieses Modell – mehrere Erzeuger beliefern über einen lizenzierten Händler eine Vielzahl von Industriekunden – ist in Südafrika wegweisend.
CEO Nicole Mason betonte die strategische Bedeutung des Projekts: Koruson 2 habe bewiesen, dass das von Envusa Energy implementierte Geschäftsmodell in großem Maßstab umsetzbar sei. Das Unternehmen wurde 2022 als Joint Venture von Anglo American und EDF Power Solutions gegründet und verfolgt seitdem eine ambitionierte Wachstumsstrategie im Bereich erneuerbarer Energien.
Nächste Ausbaustufe bereits in Planung
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Zur AktienanalyseEnvusa Energy treibt bereits die nächste Tranche von Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von 340 MW voran. Der Finanzierungsschluss ist für das erste Quartal 2027 angestrebt, der kommerzielle Betrieb soll 2029 beginnen. Das Unternehmen plant, bis 2030 zwischen 3 GW und 5 GW an Wind-, Solar- und Batteriespeicherkapazitäten im gesamten südlichen Afrika zu entwickeln.
Für deutsche Investoren und Beobachter des Energiesektors ist das Projekt aus mehreren Gründen relevant. Zum einen ist EDF Power Solutions – eine Tochter des französischen Energiekonzerns EDF – als Joint-Venture-Partner beteiligt. Zum anderen zeigt das Koruson-2-Projekt, wie industrielle Großverbraucher im Rohstoffsektor zunehmend auf erneuerbare Energien setzen, um ihre Versorgungssicherheit zu stärken und Emissionen zu reduzieren. Südafrika kämpft seit Jahren mit einer instabilen Stromversorgung, weshalb solche privaten Energieprojekte für die Industrie des Landes von wachsender Bedeutung sind.


