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Eni-Tochter senkt Norwegen-Prognose

Operative Probleme drücken Förderziel für 2025, mittelfristige Planung bleibt stabil

Eni-Tochter senkt Norwegen-Prognose

Die italienische Energiekonzern Eni S.p.A. muss in Norwegen für das Jahr 2025 mit einer geringeren Fördermenge rechnen. Die an der Börse in Oslo notierte Tochtergesellschaft Vår Energi hat ihre Produktionsprognose nach unten angepasst. Hintergrund sind operative Schwierigkeiten in zwei wichtigen Ölfeldern, Johan Castberg und Balder, die im Verlauf der vergangenen Wochen zu Einschränkungen geführt haben. Darüber berichtete die italienische Wirtschaftszeitung Milano Finanza unter Berufung auf Unternehmensangaben.

Nach der neuen Einschätzung wird die tägliche Produktion im Jahr 2025 nun zwischen 330.000 und 335.000 Barrel Öläquivalent liegen. Damit bewegt sich die Prognose am unteren Ende der zuvor kommunizierten Spanne. Im Feld Johan Castberg kam es zwischen November und Dezember zu technischen Problemen, die eine vorübergehende Reduzierung der Förderung erforderlich machten. Gleichzeitig verzögerte sich im Balder-Feld der Start der Entwicklungsphase V, was sich ebenfalls auf die geplanten Fördermengen auswirkte.

Teilweise ausgeglichen wird die Anpassung durch die Inbetriebnahme des Projekts Åsgard Lpp3. Dieses Projekt trug dazu bei, dass Vår Energi im Jahr 2025 insgesamt neun Vorhaben abschließen konnte. Dadurch stieg die Produktion von einem durchschnittlichen Niveau von rund 280.000 Barrel Öläquivalent pro Tag im Jahr 2024 zeitweise auf Spitzenwerte von bis zu 430.000 Barrel. Trotz der gesenkten Prognose für 2025 bleiben die mittelfristigen Erwartungen des Unternehmens unverändert. Die Planungen für die kommenden fünf Jahre wurden bestätigt.

Nach Aussagen von CEO Nick Walker weisen die im Jahr 2025 gestarteten Projekte eine durchschnittliche Rendite von mehr als 30 Prozent auf. Der angenommene Break-even-Preis liegt bei etwa 30 US-Dollar pro Barrel. Vår Energi verfolgt weiterhin das Ziel, die tägliche Produktion bis zum Jahr 2030 in einer Bandbreite von 350.000 bis 400.000 Barrel Öläquivalent zu stabilisieren.

Zusätzlich wurde das Projekt „Previously Produced Fields“ im Gebiet Greater Ekofisk genehmigt. Der Produktionsstart ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Für Vår Energi ist damit eine Investition von rund 700 Millionen US-Dollar verbunden. Das Projekt umfasst Netto-Reserven von etwa 55 Millionen Barrel Öläquivalent und soll eine erwartete Rendite von über 25 Prozent erzielen. Nach Unternehmensangaben sollen die Felder Johan Castberg und Balder bis spätestens Dezember wieder vollständig in Betrieb sein.

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