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Eni plant Gasexport aus Zypern nach Europa

Vereinbarung nutzt Ägyptens Infrastruktur und stärkt regionale Energieversorgung

Eni plant Gasexport aus Zypern nach Europa

Der italienische Energiekonzern Eni hat eine Vereinbarung unterzeichnet, um Erdgas aus den Offshore-Vorkommen Zyperns über Ägypten nach Europa zu exportieren. Das Unternehmen bezeichnete die Vereinbarung als einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zur Schaffung eines Gashubs im östlichen Mittelmeerraum. An dem Abkommen ist auch der französische Konzern TotalEnergies beteiligt. Gas aus dem Cronos-Block 6 vor der Küste Zyperns soll in Ägyptens Zohr-Anlagen aufbereitet, anschließend im Flüssigerdgaswerk Damietta verflüssigt und schließlich nach Europa exportiert werden.

Eni und TotalEnergies halten jeweils einen Anteil von 50 Prozent an dem Gasfeld Cronos Block 6. Die Lagerstätte wurde im Jahr 2022 entdeckt und im Jahr 2024 bewertet. Die dort vermuteten Gasreserven werden auf über drei Billionen Kubikfuß geschätzt. Darüber hinaus umfasst der Block 6 weitere potenzielle Ressourcen, die sich derzeit noch in der Erkundung und Bewertung befinden.

Eni-Chef Claudio Descalzi erklärte, die Vereinbarung ebne den Weg, um das Gas aus Zypern zeitnah auf den Markt zu bringen. Dies trage zur Energiesicherheit und zur Wettbewerbsfähigkeit der Energieversorgung bei. Er betonte, dass das Projekt auf der bestehenden Infrastruktur Ägyptens basiere, darunter auch die Exportanlagen. Diese seien entscheidend für die Entwicklung der Gasförderung in der Region.

Ägypten hatte ursprünglich angestrebt, sich nach der Entdeckung des Zohr-Gasfeldes durch Eni im Jahr 2015 als bedeutender Gasexporteur zu etablieren. Seit dem Jahr 2021 ist die Gasproduktion des Landes jedoch rückläufig. Im Jahr 2024 erreichte sie den niedrigsten Stand seit sechs Jahren. Eni verfolgt nun das Ziel, die Gasförderung in Ägypten wieder zu steigern.

Das Unternehmen ist zudem zu 50 Prozent an dem Flüssigerdgaswerk Damietta beteiligt. Eni verfolgt das strategische Ziel, seine Kosten zu senken und die Geschäftsprozesse zu vereinfachen. Die Vereinbarung mit Zypern und Ägypten fügt sich in die Bestrebungen des Konzerns ein, die Gasförderung und die Energieversorgung in der Region nachhaltig auszubauen.

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