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Elizabeth Warren kritisiert Personalabbau bei Fed-Bankenaufsicht scharf

Demokratische Senatorin fordert Aufklärung über Umstrukturierung und Entlassungen unter Trump-Aufseherin Bowman.

Elizabeth Warren kritisiert Personalabbau bei Fed-Bankenaufsicht scharf

Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren erhöht den Druck auf die Federal Reserve. In Briefen an die für Bankenaufsicht zuständige Fed-Vizevorsitzende Michelle Bowman fordert Warren umfassende Informationen über Personalveränderungen und die Neuausrichtung der Aufsichtspraxis. Hintergrund sind Berichte über interne Spannungen durch Stellenstreichungen und die Zurückdrängung von Prüfern.

Warren, bekannt für ihre harte Haltung gegenüber Finanzinstituten, verlangt auch Details zu Plänen für einen überarbeiteten Bericht zum Zusammenbruch der Silicon Valley Bank im März 2023. Die Briefe wurden am Mittwoch verschickt, wenige Tage vor einer Anhörung im Senatsausschuss, bei der Bowman nächste Woche aussagen soll.

Die von Präsident Trump ernannte Bowman gehört zu einer Gruppe von Regulierern, die eine grundlegende Reform der Bankenaufsicht vorantreiben. Ihr Ziel: Die Art und Weise ändern, wie Prüfer Banken kontrollieren und deren Risikomanagement überwachen. Die Trump-Administration argumentiert, dass die nach der Finanzkrise 2008/09 eingeführten Regeln die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Banken geschwäkt hätten.

Kritik an Deregulierungsplänen

Finanzminister Scott Bessent unterstützt diese Position und betont, die strengen Vorschriften hätten das Wirtschaftswachstum gebremst. Bowman hat bereits begonnen, Personal in der Aufsichtsabteilung abzubauen und Mechanismen gegen "missbräuchliche" Aufsichtspraktiken zu implementieren.

Warren und andere Demokraten sehen diese Entwicklung mit großer Sorge. Sie befürchten, dass die geplante Deregulierung das Finanzsystem anfälliger für Krisen machen könnte. Die Senatorin aus Massachusetts setzt sich seit Jahren für eine strikte Überwachung von Banken ein.

Bowmans Hintergrund unterscheidet sich deutlich von dem typischer Regulierer. Als ehemalige Mitarbeiterin der kleinstädtischen Bank ihrer Familie in Kansas zeigt sie ungewöhnliche Offenheit gegenüber Kritik aus der Bankenbranche. Sie hört sich aktiv Beschwerden über den Aufsichtsprozess und konkrete Interaktionen mit Prüfern an – ein Ansatz, der in Regulierungskreisen kontrovers diskutiert wird.

Die kommende Anhörung im Senat dürfte zum Schauplatz einer grundsätzlichen Debatte über die Zukunft der amerikanischen Bankenaufsicht werden. Während die Trump-Administration auf Lockerungen setzt, warnen Kritiker vor den Risiken einer zu laschen Kontrolle.

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