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Eli Lilly investiert Milliarden in Deutschland

Der US-Pharmakonzern stärkt seine Präsenz und fordert Novo Nordisk im Diabetesmarkt heraus

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Eli Lilly investiert Milliarden in Deutschland

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat ehrgeizige Pläne für Deutschland. Das Unternehmen plant, seine vielversprechenden Medikamente gegen Diabetes und starkes Übergewicht (Adipositas) künftig auch in Deutschland zu produzieren. Die Investitionssumme beläuft sich auf eine beträchtliche Milliardensumme, die in den Bau einer hochmodernen Produktionsanlage in Alzey, Rheinland-Pfalz, fließen wird. Dies wurde aus informierten Kreisen bekanntgegeben, ohne dass Eli Lilly offiziell Subventionen für das Vorhaben in Anspruch nimmt.

Die neue Produktionsstätte in Alzey wird nicht nur die Herstellung von Diabetes- und Adipositas-Medikamenten ermöglichen, sondern auch die Schaffung zahlreicher qualifizierter Arbeitsplätze in der Region fördern. Diese Hightech-Fabrik markiert einen bedeutenden Meilenstein für Eli Lilly in Deutschland und wird dazu beitragen, die Präsenz des Unternehmens auf dem europäischen Markt weiter auszubauen.

Obwohl das Unternehmen selbst noch keine offizielle Stellungnahme abgegeben hat, wird erwartet, dass bei einer Pressekonferenz in Berlin, an der auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Gesundheitsminister Karl Lauterbach teilnehmen werden, "weitreichende Investitionsvorhaben in Deutschland" bekannt gegeben werden.

Eli Lilly auf dem Weg an die Spitze der Pharmabranche

Obwohl Eli Lilly in Bezug auf Jahresumsatz und Nettogewinn nicht zu den Top Ten der Pharmaindustrie gehört, hat das Unternehmen in den letzten Jahren mit Medikamentenkandidaten wie dem Diabetesmittel Mounjaro und zahlreichen Forschungserfolgen auf sich aufmerksam gemacht. Eli Lilly ist mittlerweile das wertvollste Pharmaunternehmen der Welt, mit einem beeindruckenden Börsenwert von rund 580 Milliarden Dollar und einem Jahresumsatz von zuletzt 28,5 Milliarden Dollar.

Mit der geplanten Produktionsanlage in Deutschland wird Eli Lilly insgesamt sechs Produktionsstandorte in Europa betreiben, darunter einen nahegelegenen Standort in Fegersheim bei Straßburg. Das Unternehmen unterhält Produktionsstätten in sieben Ländern und ist in über 120 Märkten weltweit vertreten. In Deutschland beschäftigt Eli Lilly mehr als 1000 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2022 einen Umsatz von 905 Millionen Euro.

Eli Lilly verstärkt derzeit seine Produktionskapazitäten sowohl in Europa als auch in den USA. Die geplanten Kapitalinvestitionen für das laufende Jahr belaufen sich auf rund 3,5 Milliarden Dollar, und weitere Investitionen von mehr als acht Milliarden Dollar sind bereits absehbar. Dieser Ausbau ist vor allem auf Medikamente wie Mounjaro und andere vielversprechende Wirkstoffe im Bereich Diabetes und Adipositas zurückzuführen.

Mounjaro, das erst seit dem vergangenen Jahr auf dem Markt ist, hat bereits in den ersten drei Quartalen des Jahres einen Umsatz von knapp drei Milliarden Dollar erzielt. Vor kurzem erhielt der Mounjaro-Wirkstoff in den USA die Zulassung zur Behandlung von Adipositas unter dem Namen Zepbound. Es wird erwartet, dass das Medikament Anfang des kommenden Jahres auch in Deutschland zur Behandlung von Adipositas zugelassen wird.

Eli Lillys Mounjaro unterscheidet sich von den Produkten des dänischen Konzerns Novo Nordisk, der seit Monaten mit seinen Diabetes- und Abnehmspritzen Ozempic und Wegovy große Erfolge erzielt. Mounjaro hat einen innovativen Wirkansatz, der die Wirkung von zwei entscheidenden Botenstoffen im Körper, den Hormonen GLP und GIP, kombiniert. Experten schätzen, dass dieser neue Wirkstoff Eli Lilly in den Bereichen Diabetes und Adipositas einen Umsatz von 20 Milliarden Dollar bescheren könnte.

Eli-Lilly-Chef Dave Ricks hat außerdem ehrgeizige Pläne, Mounjaro weiterzuentwickeln und es gegen verschiedene Wohlstandserkrankungen einzusetzen. Neben der Behandlung von Diabetes und Adipositas könnte das Medikament positive Effekte auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, nichtalkoholische Fettleber und Schlafapnoe haben. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Mounjaro, wie viele andere GLP-1-Medikamente, einige Nebenwirkungen aufweist und die Sicherheit weiterhin Gegenstand von Untersuchungen ist.

Eli LillyDeutschlandInvestitionen

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