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Eli Lilly investiert 3,5 Milliarden Dollar in neues Werk

Pharmakonzern baut vierte US-Produktionsstätte für Abnehm-Medikamente in Pennsylvania

Eli Lilly investiert 3,5 Milliarden Dollar in neues Werk

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly baut eine neue Produktionsstätte in Pennsylvania für 3,5 Milliarden Dollar. Das Werk im Lehigh Valley wird das vierte neue Produktionsstandort des Unternehmens in den USA und soll vor allem injizierbare Abnehm-Medikamente herstellen. Damit reagiert Lilly auf die stark steigende Nachfrage nach GLP-1-Präparaten zur Gewichtsreduktion.

Im Fokus der Produktion steht das neue Adipositas-Medikament Retatrutide, das in klinischen Studien bessere Ergebnisse als das bereits erfolgreiche Blockbuster-Medikament Zepbound erzielte. Die Investition ist die größte eines Life-Sciences-Unternehmens in der Geschichte Pennsylvanias und wird mindestens 850 neue Arbeitsplätze schaffen, wie Gouverneur Josh Shapiro mitteilte. Der Bundesstaat unterstützt das Projekt mit 100 Millionen Dollar.

Die Bauarbeiten am neuen Standort sollen 2026 beginnen, die Inbetriebnahme ist für 2031 geplant. Der Standort wurde aus über 300 Bewerbungen ausgewählt und überzeugte unter anderem durch die Nähe zu Universitäten und die bestehende Infrastruktur. "Alle diese Standorte, einschließlich dieses neuen, werden eine wirklich hochmoderne Fertigung aufweisen, die für viele kommende Jahrzehnte Bestand haben wird", erklärte Lilly-CEO David Ricks bei einer Pressekonferenz in Allentown.

Massive Investitionsoffensive in den USA

Lilly hat im vergangenen Jahr angekündigt, über 27 Milliarden Dollar in vier neue US-Produktionsstandorte zu investieren. Die Offensive ist auch eine Reaktion auf mögliche Importzölle, mit denen der frühere US-Präsident Donald Trump gedroht hatte. Pharmahersteller wie Lilly, Pfizer und Merck haben daraufhin Milliarden an Inlandsinvestitionen zugesagt, um potenzielle Strafzölle zu vermeiden.

Der Pharmakonzern ist derzeit der wertvollste Arzneimittelhersteller der Welt nach Marktwert und konkurriert intensiv mit dem dänischen Rivalen Novo Nordisk um Marktanteile bei GLP-1-Medikamenten. Die Nachfrage nach diesen Präparaten zur Gewichtsreduktion ist in den vergangenen Monaten stark gestiegen und hat beide Unternehmen vor Produktionsengpässe gestellt.

Neue Abnehmpille für 150 Dollar monatlich

Lilly plant zudem, seine mit Spannung erwartete Abnehmpille in mehreren Ländern zu einem monatlichen Barpreis von 150 Dollar einzuführen. In den USA arbeitet das Unternehmen derzeit an der Zulassung, die in den kommenden Monaten erwartet wird. "Wir stellen fest, dass diese Medikamente sehr beliebt sind, aber wir müssen noch daran arbeiten, den Zugang zu erweitern und die Erschwinglichkeit zu verbessern", sagte CEO Ricks.

Die deutlich niedrigere Preisgestaltung im Vergleich zu bisherigen Präparaten soll mehr Patienten den Zugang zu den Medikamenten ermöglichen. Gouverneur Shapiro versicherte, dass die staatlichen Behörden daran arbeiten, die Genehmigungsverfahren für die neue Anlage zu beschleunigen, um einen zügigen Baustart zu ermöglichen.

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