Eli Lilly-Aktie steigt: Novo Nordisks Adipositas-Mittel verfehlt Studienziel
CagriSema scheitert im direkten Vergleich mit Eli Lillys Tirzepatid – Novo Nordisk-Aktie bricht vorbörslich ein.

Die Aktie von Eli Lilly (NYSE: LLY) legte am Montag im vorbörslichen Handel um 2,8 Prozent auf 1.037 US-Dollar zu. Auslöser war eine enttäuschende Studienmeldung des dänischen Konkurrenten Novo Nordisk, dessen experimentelles Adipositas-Medikament CagriSema den primären Endpunkt einer klinischen Studie nicht erreichte.
Novo Nordisk gab bekannt, dass CagriSema keine Nicht-Unterlegenheit gegenüber Eli Lillys Tirzepatid bei der Gewichtsreduktion nachweisen konnte. In der 84-wöchigen Studie erzielte CagriSema eine Gewichtsreduktion von 23 Prozent – Tirzepatid hingegen erreichte 25,5 Prozent. Dieser Unterschied von 2,5 Prozentpunkten reichte nicht aus, um das gesetzte Studienziel zu erfüllen.
Die Reaktion an den Märkten war deutlich: Die in den USA notierten Aktien von Novo Nordisk brachen vorbörslich um 14,8 Prozent auf 40,41 US-Dollar ein. Für Anleger des dänischen Pharmariesen ist das Ergebnis ein erheblicher Rückschlag im hart umkämpften Markt für Adipositas-Medikamente.
Eli Lillys Zepbound festigt Marktposition
J. P. Morgan kommentierte die Studienergebnisse und sieht Eli Lilly als klaren Gewinner der Situation. Die US-Großbank geht davon aus, dass es für Novo Nordisk schwierig sein wird, Eli Lilly Marktanteile abzunehmen. Zepbound, Eli Lillys zugelassenes Gewichtsreduktionsmittel mit dem Wirkstoff Tirzepatid, sei nach den Montags-Ergebnissen gut im Markt etabliert.
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Zur AktienanalyseJ. P. Morgan erwartet, dass Eli Lilly über das Jahr 2026 hinaus einen längeren Zeitraum für Marktanteilsgewinne mit Zepbound nutzen kann. Dies verschafft dem US-Konzern wertvolle Zeit, seine Position im boomenden GLP-1-Markt weiter auszubauen.
Novo Nordisk will dennoch an CagriSema festhalten. Das Unternehmen plant, in der zweiten Jahreshälfte 2026 eine neue Studie mit einer höheren Dosierung zu starten. Eine Entscheidung der US-Arzneimittelbehörde FDA wird bis Ende 2026 erwartet. Ob die höhere Dosis die Wirksamkeitslücke schließen kann, bleibt abzuwarten.


