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Eli Lilly Aktie springt 8,6 Prozent nach starkem Quartalsbericht

Mounjaro und Zepbound treiben Rekordumsätze – Lilly hebt Jahresprognose deutlich auf bis zu 87 Milliarden Dollar an.

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Eli Lilly Aktie springt 8,6 Prozent nach starkem Quartalsbericht

Die Aktie von Eli Lilly legte im frühen Handel um 8,6 Prozent zu, nachdem der US-Pharmakonzern seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorgelegt hatte. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Wall Street deutlich. Gleichzeitig hob Lilly seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr spürbar an.

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 8,38 Dollar – gegenüber den von Analysten erwarteten 6,01 Dollar. Der Quartalsumsatz erreichte 22,97 Milliarden Dollar und übertraf damit den Konsens von 20,73 Milliarden Dollar erheblich. Die Jahresprognose wurde auf eine Spanne von 85 bis 87 Milliarden Dollar angehoben, nach einer vorherigen Schätzung von 82 bis 85 Milliarden Dollar.

GLP-1-Medikamente als Wachstumsmotor

Das Wachstum wurde maßgeblich von den beiden GLP-1-Flaggschiff-Therapien des Konzerns getragen. Das Diabetes-Medikament Mounjaro steigerte seinen Umsatz um 91 Prozent auf 9,94 Milliarden Dollar. Das Abnehmpräparat Zepbound legte um 46 Prozent auf 4,93 Milliarden Dollar zu. Zusammen machten die beiden Produkte fast zwei Drittel des gesamten Quartalsumsatzes aus.

Besonders stark entwickelte sich das internationale Geschäft: Der Umsatz außerhalb der USA sprang um 80 Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar, angetrieben durch ein Volumenwachstum von 113 Prozent. Dies unterstreicht die zunehmende globale Nachfrage nach GLP-1-Therapien, die sowohl bei Typ-2-Diabetes als auch bei Adipositas eingesetzt werden.

Erstmals wies Lilly auch Umsatzzahlen für Foundayo aus – eine neu zugelassene orale Abnehm- und Diabetespille. Das Präparat erzielte im Quartal 98 Millionen Dollar und markiert damit den Einstieg des Konzerns in den Markt für orale GLP-1-Therapien, der als nächste große Wachstumsstufe der Branche gilt.

Goldman Sachs sieht Lilly weiterhin als Kauf

Im Vorfeld der Ergebnisse hatte Goldman Sachs seine Einstufung für Eli Lilly auf „Buy" belassen. Die Analysten hatten argumentiert, dass die Prognoseanhebung und die internationale Performance von Mounjaro die entscheidenden Kurstreiber sein würden – eine Einschätzung, die sich mit den vorgelegten Zahlen bestätigte.

Im direkten Wettbewerbsvergleich schnitt Lilly deutlich besser ab als der dänische Konkurrent Novo Nordisk. Dieser hob zwar ebenfalls seine Prognose für 2026 an, verzeichnete jedoch Kursverluste aufgrund enttäuschender Verkaufszahlen seiner oralen Wegovy-Variante sowie wettbewerbsbedingter Sorgen. Dieser Kontrast stärkte das Anlegervertrauen in die operative Umsetzungsstärke von Lilly.

Das breitere Marktumfeld war moderat positiv: Der S&P 500 legte um 0,6 Prozent zu, der Dow Jones gewann 0,9 Prozent. Die Kursbewegung von Lilly übertraf die Indizes damit deutlich. Die Aktie notierte bei 1.212,13 Dollar und näherte sich damit wieder ihrem Allzeithoch von 1.249,45 Dollar an. Zuvor hatte das Papier eine fünftägige Verlustserie verzeichnet, die mit den heutigen Gewinnen beendet wurde.

Die Kombination aus einem massiven Übertreffen der Umsatzziele, einer deutlichen Prognoseanhebung und dominantem Volumenwachstum bei GLP-1 lieferte Anlegern ein rundum überzeugendes Quartalsbild. Der Markt honorierte damit die kontinuierliche operative Stärke des Unternehmens im wachstumsstarken Markt für Adipositas- und Diabetes-Medikamente.

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