Elektroauto-Absatz muss stark steigen
Automobilindustrie warnt vor Strafzahlungen wegen strengerer CO₂-Grenzwerte

Die Automobilindustrie sieht einen erheblichen Anstieg der Elektroautozulassungen als notwendig an, um die CO2-Grenzwerte der EU für Neuwagenflotten zu erfüllen. Nach Einschätzung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) muss der Absatz reiner Batteriefahrzeuge in diesem Jahr um etwa 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Dies würde rund 666.000 zusätzliche Fahrzeuge bedeuten.
Werden auch Plug-in-Hybride berücksichtigt, müsste das Wachstum bei Neuzulassungen etwa 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahr betragen. Diese Zahlen wurden vom Chefvolkswirt des VDA, Manuel Kallweit, in Berlin genannt. Hintergrund ist die seit diesem Jahr verschärfte EU-Gesetzgebung zu CO2-Flottengrenzwerten. Bei Nichterfüllung drohen den Automobilherstellern hohe Strafzahlungen.
Für das Jahr 2025 rechnet der Verband mit insgesamt rund 2,8 Millionen Neuwagenzulassungen in Deutschland. Dies entspricht ungefähr dem Niveau des Vorjahres. Trotz dieser Stabilität bleibt das Volumen jedoch etwa ein Viertel unter den Neuzulassungen des Jahres 2019, das als letztes Vorkrisenjahr gilt.
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Zur AktienanalyseDer Hochlauf der Elektromobilität stellt die Hersteller vor große Herausforderungen. Neben der Anpassung der Produktionskapazitäten sind auch Marktbedingungen wie Fördermaßnahmen und Ladeinfrastruktur entscheidend für die Erreichung der Zielvorgaben. Die strikteren EU-Vorgaben zur Reduzierung der CO2-Emissionen sollen langfristig den Wandel hin zur Elektromobilität beschleunigen. Die Automobilbranche steht damit vor einer entscheidenden Phase der Transformation.


