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Elbtower Hamburg: Rossmann-Gründer steigt bei Signa-Ruine ein

Zwei Jahre nach der Signa-Pleite nimmt der Elbtower in Hamburg neue Fahrt auf. Drogerieketten-Gründer Dirk Roßmann beteiligt sich gemeinsam mit prominenten Investoren am Weiterbau des Hochhausprojekts.

Elbtower Hamburg: Rossmann-Gründer steigt bei Signa-Ruine ein

Der Hamburger Elbtower bekommt eine zweite Chance: Ein Investorenkonsortium um Rossmann-Gründer Dirk Roßmann will die Bauruine in der HafenCity vollenden. Das Bundeskartellamt hat der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens bereits zugestimmt.

Prominente Investorengruppe übernimmt Signa-Projekt

Neben Roßmann engagieren sich der Hamburger Immobilienentwickler Dieter Becken, Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne, die Signal Iduna Versicherung sowie das Bauunternehmen Adolf Lupp. Die Kartellbehörde erteilte die Freigabe ohne förmliches Hauptprüfverfahren binnen weniger Wochen.

Immobilienentwickler Becken verhandelt bereits seit Dezember 2024 exklusiv mit Insolvenzverwalter Torsten Martini über den Erwerb des halbfertigen Rohbaus am Ostende der HafenCity. Der Elbtower war Teil des zusammengebrochenen Immobilienimperiums von René Benko.

Signa-Kollaps stoppte Bauarbeiten

Im Oktober 2023 stellte Bauunternehmer Lupp die Arbeiten ein, nachdem die Signa-Holding Rechnungen nicht mehr beglich. Ende November 2023 beantragte die Holding mit Verbindlichkeiten von rund fünf Milliarden Euro ein Sanierungsverfahren. Kurz darauf folgten die Kerngesellschaften Signa Prime Selection und Signa Development Selection in die Insolvenz.

Hamburg sichert sich Hälfte des Gebäudes

Laut Eckpunktevereinbarung vom Oktober 2025 übernimmt die Stadt Hamburg die untersten zwölf Stockwerke für ein geplantes Naturkundemuseum. Der Festpreis beträgt 595 Millionen Euro für fast die Hälfte des Gebäudes.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) rechnet mit einer Fertigstellung bis Ende 2029. "Die Baugenehmigungen liegen ja im Prinzip schon vor. Das heißt, es ist eine Frage von wenigen Jahren", erklärte er gegenüber der dpa.

Reduzierte Höhe, geringere Nutzfläche

Der Elbtower wird statt der ursprünglich geplanten 245 Meter nur noch 199 Meter hoch. Stararchitekt David Chipperfield stimmte der Änderung bereits zu. Durch die Reduzierung entfallen zwölf Büroetagen, die Nutzfläche sinkt von 120.000 auf knapp 100.000 Quadratmeter. Aktuell erreicht die Bauruine etwa 100 Meter Höhe.

Das Projekt zeigt, wie deutsche Immobilieninvestoren die Chancen aus dem Signa-Kollaps nutzen. Für Anleger bleibt der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt weiterhin volatil, bietet aber selektive Einstiegschancen bei Premium-Standorten.

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