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Eisenerzpreise steigen nach starker Nachfrage in China

Markt erholt sich durch höhere Stahlproduktion und Eindeckungen bei Leerverkäufen

Eisenerzpreise steigen nach starker Nachfrage in China

Eisenerz-Futures verzeichneten am Donnerstag Kursgewinne, nachdem starke Daten zum Stahlverbrauch in China die Marktstimmung beflügelten. Der Fokus der Investoren richtete sich vermehrt auf die Aussichten einer steigenden Erz-Nachfrage, was eine Welle von Eindeckungen zuvor eingegangener Leerverkäufe auslöste. Der meistgehandelte Mai-Kontrakt für Eisenerz an der Dalian Commodity Exchange in China schloss den Tageshandel mit einem Anstieg von 2,26 Prozent bei 837 Yuan pro Tonne. Während der Sitzung erreichte der Kontrakt zwischenzeitlich mit 838,5 Yuan pro Tonne den höchsten Stand seit dem 8. Oktober.

Der richtungsweisende März-Kontrakt für Eisenerz an der Singapore Exchange notierte um 07:39 Uhr GMT 1,65 Prozent höher bei 108,45 US-Dollar pro Tonne und erreichte damit den höchsten Stand seit dem 14. Februar. Der Verbrauch von Bewehrungsstahl, der hauptsächlich im Bausektor verwendet wird, stieg laut Daten der Beratungsfirma Mysteel im Wochenvergleich um 163 Prozent auf 1,69 Millionen Tonnen. Analysten aus China und ein Händler aus Singapur, die anonym bleiben wollten, da sie nicht befugt sind, öffentlich Stellung zu nehmen, erklärten, dass die deutlichen Preissteigerungen am Markt für Eisenmetalle vor allem auf den besser als erwarteten Stahlverbrauch zurückzuführen seien.

Die Analysten und der Händler äußerten zudem die Erwartung, dass die Nachfrage nach Rohstoffen für die Stahlproduktion in den kommenden Wochen anziehen könnte, da die Stahlwerke angesichts der robusten Verbrauchsdaten ihre Produktion voraussichtlich ausweiten werden. In der morgendlichen Handelssitzung kam es zunächst zu Kursschwankungen, da Unsicherheiten über mögliche weitere Konjunkturmaßnahmen der chinesischen Regierung bestanden. Die Behörden beließen jedoch die Leitzinsen bei der monatlichen Festsetzung unverändert, was auf eine zurückhaltende Haltung hinsichtlich weiterer geldpolitischer Anreize hindeutete, um zusätzlichen Abwärtsdruck auf den Yuan zu vermeiden.

Die Kursgewinne bei Eisenerz könnten den großen Produzenten wie Rio Tinto, BHP, Fortescue und Vale vorübergehend Erleichterung verschaffen. Diese Unternehmen hatten zuletzt deutliche Gewinnrückgänge in ihren Geschäftsberichten verzeichnet, die auf gesunkene Preise und die schwächelnde Immobilienbranche in China zurückzuführen waren. Auch andere Rohstoffe für die Stahlproduktion verzeichneten an der Dalian Commodity Exchange Kursanstiege. Kokskohle legte um 2,89 Prozent zu, während der Preis für Koks um 2,62 Prozent stieg. Die Stahl-Benchmarkkontrakte an der Shanghai Futures Exchange entwickelten sich ebenfalls fester. Der Preis für Bewehrungsstahl stieg um 1,24 Prozent, Warmband verteuerte sich um 1,02 Prozent, Drahtstangen zogen um 0,26 Prozent an, und Edelstahl legte um 1,15 Prozent zu.

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