Eisenerzpreise fallen vor neuen US-Zöllen
Handelskonflikt mit China belastet Märkte und drückt Stahlrohstoffe weiter nach unten

Die Preise für Eisenerz-Futures sind weiter gesunken, während die Einführung neuer US-Zölle auf chinesische Importe bevorsteht. Der meistgehandelte Mai-Kontrakt für Eisenerz an der chinesischen Warenterminbörse in Dalian fiel um 1,39 Prozent auf 779 Yuan pro Tonne. Gleichzeitig sank der April-Benchmark für Eisenerz an der Singapur-Börse um 0,18 Prozent auf 99,70 US-Dollar pro Tonne. Im frühen Handel erreichten die Preise mit 99,35 US-Dollar den niedrigsten Stand seit dem 15. Januar.
Analysten von ING verwiesen darauf, dass der Eisenerzpreis bereits am Vortag unter die Marke von 100 US-Dollar je Tonne gefallen war. Dies sei unter anderem auf Berichte zurückzuführen, wonach chinesische Stahlwerke ihre Produktion drosseln, um die Luftverschmutzung vor der bevorstehenden Sitzung des Nationalen Volkskongresses zu verringern. Auch die chinesischen Aktienmärkte öffneten schwächer, da sich der Fokus der Investoren von Technologie- und KI-Themen auf das politische Ereignis am Mittwoch verlagerte.
Die anhaltenden Handelskonflikte mit den USA beeinträchtigen ebenfalls die Exportaussichten. China hat Vergeltungsmaßnahmen gegen die neuen US-Zölle angekündigt und könnte insbesondere amerikanische Agrar- und Lebensmittelprodukte ins Visier nehmen. Die Maßnahmen folgen auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche, die bestehenden Zölle um weitere zehn Prozentpunkte zu erhöhen, wodurch sich die Gesamtbelastung auf 20 Prozent verdoppelt. Die neuen Zölle sollen um 05:01 Uhr GMT in Kraft treten.
Die Unsicherheit über die Zölle führte auch zu Kursverlusten bei australischen Bergbauunternehmen, da China ein wichtiger Handelspartner des rohstoffreichen Landes ist. Trotz der negativen Marktstimmung erwarten Analysten, dass der chinesische Stahlmarkt durch eine steigende Nachfrage im März wieder an Dynamik gewinnen könnte. Laut der chinesischen Beratungsgesellschaft Mysteel könnte der Markt von wirtschaftlichen Stimuli profitieren.
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Zur AktienanalyseAuch andere für die Stahlproduktion wesentliche Rohstoffe verzeichneten Rückgänge. An der Dalian Commodity Exchange gaben die Preise für Kokskohle um 1,26 Prozent und die für Koks um 1,42 Prozent nach. Die Stahlbenchmarks an der Shanghai Futures Exchange standen ebenfalls unter Druck. Der Preis für Betonstahl fiel um 1,3 Prozent, warmgewalztes Coil verlor fast ein Prozent, Drahtstab sank um 0,62 Prozent, und Edelstahl verzeichnete einen Rückgang von 0,11 Prozent.


