Einigung im Tarifstreit bei der Deutschen Post
Mehr Lohn, zusätzliche Urlaubstage und wirtschaftliche Folgen für das Unternehmen

Die Deutsche Post und die Gewerkschaft ver.di haben sich nach intensiven Verhandlungen auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Die Einigung sieht eine schrittweise Gehaltserhöhung von insgesamt fünf Prozent vor sowie mindestens einen zusätzlichen Urlaubstag für die Beschäftigten. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2025. Ab dem 1. April dieses Jahres steigen die Löhne um zwei Prozent, eine weitere Erhöhung um drei Prozent folgt zum 1. April 2026. Darüber hinaus erhalten alle Mitarbeiter ab 2026 einen zusätzlichen Urlaubstag. Wer seit mindestens 16 Jahren bei der Deutschen Post tätig ist, bekommt einen zweiten zusätzlichen Urlaubstag.
Die Verhandlungen waren von erheblichen Differenzen geprägt. Ver.di hatte ursprünglich eine Lohnerhöhung von sieben Prozent innerhalb eines Jahres sowie zusätzliche Urlaubstage für Gewerkschaftsmitglieder gefordert. Das Unternehmen lehnte die Forderungen mit Verweis auf hohe Investitionen und sinkende Briefmengen ab. Nach einem Verhandlungsmarathon, der am Montagvormittag begann und sich bis in den Dienstagvormittag erstreckte, wurde schließlich eine Einigung erzielt. Post-Personalvorstand Thomas Ogilvie betonte, dass mit dem neuen Abschluss erneut Lohnsteigerungen erreicht wurden, die die Kaufkraft der Beschäftigten sichern. Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis erklärte, dass das Ergebnis ohne den Druck durch die Warnstreiks nicht möglich gewesen wäre.
In den vergangenen Wochen hatten sich Tausende Beschäftigte an ganztägigen Warnstreiks beteiligt. Betroffen waren vor allem die Paket- und Briefzentren sowie die Zustellung. Durch die Arbeitsniederlegungen kam es zu Verzögerungen bei der Zustellung von Briefen und Paketen. Die Deutsche Post, die zum Logistikkonzern DHL gehört, sah sich mit erheblichen Einschränkungen konfrontiert. Die Tarifgespräche hatten bereits Anfang Januar begonnen, nachdem die bisherigen Vereinbarungen ausgelaufen waren. Die Differenzen zwischen den Verhandlungsparteien führten dazu, dass mehrere Verhandlungsrunden notwendig waren, um zu einer Einigung zu gelangen.
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Zur AktienanalyseDie für Post & Paket Deutschland zuständige DHL-Vorständin Nikola Hagleitner erklärte, dass der Abschluss weitere Maßnahmen zur Kostensenkung erforderlich mache. Der Umbau des Unternehmensbereichs solle vorangetrieben werden, um die Profitabilität zu sichern. Trotz des Tarifabschlusses sei es notwendig, wirtschaftliche Herausforderungen konsequent anzugehen.

