EDGE Markets will Zahlungen auf Prognosemärkten revolutionieren
Das Startup sichert sich 29,2 Millionen Dollar und stellt zwei neue Produkte für Retail- und institutionelle Händler vor.

Das Startup EDGE Markets will den Geldtransfer auf Prognosemärkten grundlegend vereinfachen. Das Unternehmen kündigt zwei neue Produkte sowie eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 29,2 Millionen Dollar an – angeführt von der Risikokapitalgesellschaft CoinFund. Die Neuigkeiten wurden exklusiv gegenüber CNBC vor der offiziellen Ankündigung am Montag kommuniziert.
Prognosemärkte – auf Englisch „Prediction Markets" – sind Plattformen, auf denen Nutzer auf den Ausgang realer Ereignisse wetten können, etwa auf Wahlergebnisse, Wirtschaftsdaten oder Sportereignisse. In den USA erfreuen sich diese Märkte wachsender Beliebtheit, und Plattformen wie Kalshi sprechen zunehmend auch institutionelle Akteure an. Ein zentrales Problem bleibt jedoch der reibungslose Geldtransfer zwischen Bankkonten und den Wallets auf diesen Plattformen.
EDGE Connect: Schnellere Einzahlungen für Privatanleger
Genau hier setzt das erste neue Produkt an: EDGE Connect ist ein Echtzeit-Zahlungssystem, das die Zeit deutlich verkürzen soll, die Privatanleger benötigen, um Gelder von ihren Bankkonten in Wallets auf Prognosemarktbörsen zu transferieren. Zugang zu EDGE Connect erhalten Nutzer über EDGE Boost – eine Finanzplattform, die Einzahlungen ausschließlich für Ausgaben auf Glücksspiel- und Prognosemärkten zulässt.
CEO Seni Thomas erklärte gegenüber CNBC, dass EDGE Connect derzeit bereits auf Kalshi verfügbar sei. Das Unternehmen arbeite aktiv daran, die Technologie in den kommenden Monaten auf fünf weiteren Plattformen zu implementieren. Kalshi bestätigte die Partnerschaft mit EDGE gegenüber CNBC.
EDGE Boost wurde im März 2025 gestartet und hat seither Transaktionen im Wert von über 2 Milliarden Dollar verarbeitet – ein beeindruckendes Wachstum in kurzer Zeit, das den Bedarf an vereinfachten Zahlungslösungen in diesem Segment unterstreicht.
EDGE Pro: Lösung für institutionelle Market Maker
Das zweite neue Produkt richtet sich an professionelle Marktteilnehmer: EDGE Pro soll als Knotenpunkt für institutionelle Market Maker dienen, um Gelder einfach zwischen verschiedenen, von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) regulierten Prognosemärkten zu transferieren. Die CFTC ist die US-amerikanische Aufsichtsbehörde für Terminmärkte und reguliert auch die großen Prognosemarktplattformen.
Thomas betonte, dass Pro ein spezifisches Problem löst, mit dem institutionelle Händler im Bereich der Prognosemärkte konfrontiert sind. Die Plattform wird zunächst mit einer Warteliste starten, da EDGE noch auf die regulatorischen Genehmigungen der National Futures Association (NFA) wartet.
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Zur AktienanalyseHintergrund: Wachsender Markt mit strukturellen Hürden
EDGE Markets wurde 2020 von Seni Thomas gegründet. Das Unternehmen betreibt eine Banking-Plattform, die speziell für Ausgaben in den Bereichen Glücksspiel und Prognosemärkte konzipiert ist. Mit der nun bekannt gegebenen Series-A-Runde über 29,2 Millionen Dollar unter Führung von CoinFund verfügt das Unternehmen über frisches Kapital, um seine Expansion voranzutreiben.
Die Entwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Handelsvolumina auf Prognosemärkten weltweit steigen. Für deutsche Anleger sind diese Märkte bislang kaum zugänglich, da die meisten regulierten Plattformen primär auf den US-Markt ausgerichtet sind. Die Aktivitäten von EDGE Markets zeigen jedoch, dass die Infrastruktur rund um Prognosemärkte zunehmend professionalisiert wird – ein Trend, der auch hierzulande aufmerksam verfolgt werden sollte.


