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Edelmetalle im freien Fall: Gold und Silber erleben historische Verluste

Warsh-Nominierung löst Ausverkauf aus – Silber und Platin verzeichnen schlechteste Tage aller Zeiten

Edelmetalle im freien Fall: Gold und Silber erleben historische Verluste

Die Edelmetallmärkte erleben derzeit einen beispiellosen Ausverkauf. Am Montag setzten Gold, Silber und Platin ihre dramatischen Verluste vom Freitag fort, wobei die Nominierung von Kevin Warsh zum neuen Fed-Vorsitzenden durch US-Präsident Donald Trump als Auslöser gilt. Gold verlor weitere 4%, während Silber um zusätzliche 7% einbrach.

Der Freitag markierte einen historischen Wendepunkt für die Edelmetallmärkte: Silber und Platin verzeichneten ihre schlechtesten Handelstage seit Beginn der Aufzeichnungen, während Gold den größten Tagesrückgang seit 1983 erlitt. Die realisierte 10-Tages-Volatilität bei Silber erreichte laut Chris Weston von Pepperstone extreme 186%. Fondsmanager stehen nun vor der Herausforderung, ihre Risikoexposition zu steuern und breitere Portfolios zu schützen.

Interessanterweise scheint der Ausverkauf am Montag eingedämmter zu verlaufen. Während asiatische Aktienmärkte einbrachen, zeigten sich europäische und US-amerikanische Börsen weitgehend unbeeindruckt von den Turbulenzen. Dies deutet darauf hin, dass der sogenannte "Entwertungs-Trade" möglicherweise an Dynamik verliert, auch wenn er noch nicht vollständig abgeschlossen ist.

Starke US-Konjunkturdaten überraschen Analysten

Parallel zu den Edelmetallverlusten überraschte die US-Wirtschaft mit robusten Zahlen. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sprang im Januar auf 52,6 Punkte – das stärkste Wachstum seit fast vier Jahren. Alle 56 von Reuters befragten Analysten hatten einen weiteren Monat der Kontraktion vorhergesagt und lagen damit falsch.

Diese Entwicklung fügt sich in das Narrativ einer soliden US-Konjunktur ein. Das GDPNow-Modell der Atlanta Fed prognostiziert für das erste Quartal eine annualisierte Wachstumsrate von 4,2%. Angesichts dieser Dynamik und einer Inflation, die komfortabel über dem Zielwert liegt, stellt sich die Frage, warum die Märkte für 2026 weiterhin Zinssenkungen der Federal Reserve erwarten.

Handelsabkommen zwischen USA und Indien

Auf der handelspolitischen Bühne verkündete Präsident Trump am Montag ein Abkommen mit Indien. Die Vereinbarung sieht eine Senkung der US-Zölle auf indische Waren auf 18% vor, während Abgaben auf nach Indien bestimmte Lieferungen abgeschafft werden. Indien verpflichtet sich zudem zum Kauf von US-Energie, Technologie, Agrar- und anderen Produkten im Wert von 500 Milliarden Dollar.

Das Abkommen folgt auf den umfassenden Handelspakt zwischen der EU und Indien, der letzte Woche nach zwei Jahrzehnten Verhandlungen erzielt wurde. US-Finanzminister Scott Bessent zeigte sich enttäuscht über das EU-Indien-Abkommen, doch es könnte Washington dazu bewogen haben, die eigenen Verhandlungen mit Neu-Delhi zu beschleunigen.

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