Edelmetalle geben nach Rekordständen nach
Gewinnmitnahmen und Ukraine-Hoffnungen dämpfen Nachfrage

Die Preise für Edelmetalle haben zum Wochenbeginn nachgegeben, nachdem sie zuvor neue Höchststände erreicht hatten. Silber hielt sich jedoch weiterhin nahe der Marke von 80 US-Dollar je Feinunze, nachdem es im Verlauf des Tages ein neues Allzeithoch markiert hatte. Gold gab leicht nach und entfernte sich von seinem jüngsten Rekordniveau. Marktteilnehmer nutzten die starken Kursanstiege der vergangenen Wochen zu Gewinnmitnahmen, während geopolitische Entwicklungen die Nachfrage nach sicheren Häfen vorübergehend dämpften.
Der Goldpreis fiel im Kassahandel um 0,4 Prozent auf 4.512,30 US-Dollar je Unze, nachdem er wenige Tage zuvor ein Rekordhoch von 4.549,71 US-Dollar erreicht hatte. Auch die US-Gold-Futures für Februar verbuchten Verluste in ähnlicher Größenordnung. Silber hingegen konnte sich trotz zwischenzeitlicher Rücksetzer behaupten und notierte zuletzt bei 79,68 US-Dollar je Unze. Zuvor war der Preis auf ein historisches Hoch von 83,62 US-Dollar gestiegen, bevor es zu einer Korrektur kam.
Als Belastungsfaktor für Gold und Silber gelten Anzeichen für Fortschritte bei Gesprächen über ein mögliches Ende des Kriegs in der Ukraine. Aussagen aus den USA, wonach man einer Einigung näherkomme, sorgten für eine Abschwächung der sicherheitsgetriebenen Nachfrage. Analysten verwiesen zudem auf verstärkte Gewinnmitnahmen nach der außergewöhnlich starken Rally der vergangenen Monate.
Silber verzeichnete im laufenden Jahr einen außergewöhnlichen Preisanstieg von 181 Prozent und ließ damit Gold deutlich hinter sich. Treiber waren unter anderem die Einstufung als kritischer Rohstoff in den USA, Angebotsengpässe sowie niedrige Lagerbestände bei gleichzeitig steigender industrieller und investiver Nachfrage. Auch Gold blickt auf ein starkes Jahr zurück und legte bislang um 72 Prozent zu, unterstützt durch Erwartungen weiterer Zinssenkungen in den USA, anhaltende geopolitische Spannungen, eine robuste Nachfrage der Zentralbanken und steigende Bestände in börsengehandelten Fonds.
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Zur AktienanalyseMarktteilnehmer rechnen weiterhin mit zwei Zinssenkungen in den Vereinigten Staaten im kommenden Jahr und warten auf weitere Hinweise aus den Protokollen der jüngsten Sitzung der US-Notenbank. In einem Umfeld niedriger Zinsen gelten Edelmetalle als besonders attraktiv, da sie keine laufenden Erträge abwerfen. Neben Gold und Silber gerieten auch andere Edelmetalle unter Druck. Der Platinpreis fiel nach einem neuen Rekordhoch um 1,5 Prozent, während Palladium deutliche Verluste verzeichnete.


