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Edelmetalle brechen ein: Gold verliert 5 Prozent, Minenaktien stürzen ab

Massive Verluste bei Gold und Silber belasten europäische Börsen. Anleger flüchten in defensive Werte.

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Edelmetalle brechen ein: Gold verliert 5 Prozent, Minenaktien stürzen ab

Die europäischen Aktienmärkte gerieten am Montag unter Druck, nachdem ein massiver Ausverkauf bei Edelmetallen die Rohstoffbranche erschütterte. Spotgold fiel um 5 Prozent auf 4.616 US-Dollar je Unze, während Silber sogar um 7,8 Prozent auf 78,18 US-Dollar einbrach. Die Verluste zogen Minenaktien mit in die Tiefe und belasteten die europäischen Indizes.

Besonders hart traf es die Bergbauunternehmen an der Londoner Börse. Hochschild Mining stürzte um 9 Prozent ab, Endeavour Mining verlor 8,4 Prozent und Fresnillo gab fast 7 Prozent nach. Auch die Schwergewichte Glencore und Anglo American mussten Verluste von über 3 Prozent hinnehmen. Der FTSE 100 fiel um 0,5 Prozent.

Margin Calls lösen Silber-Crash aus

Die Silberblase platzte nach Einschätzung von Derren Nathan von Hargreaves Lansdown bereits am Freitag, nachdem Kreditgeber die Margin-Anforderungen für Spekulanten erhöht hatten. Dies zwang viele Anleger zum Verkauf ihrer Positionen. Gold geriet zusätzlich unter Druck durch die Nominierung von Kevin Warsh als möglichen Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve. Warsh gilt als Befürworter einer restriktiven Geldpolitik.

Die Schwäche im Rohstoffsektor weitete sich auf andere Märkte aus. Bitcoin, der bereits im Vormonat hinter Gold und Silber zurückgeblieben war, setzte seinen Abwärtstrend fort. Auch die Industriemetalle Kupfer und Öl verzeichneten zu Wochenbeginn deutliche Verluste.

Europäische Technologiewerte unter Druck

Die allgemeine Risikoscheu erfasste auch den Technologiesektor. Der niederländische AEX fiel um 0,9 Prozent, wobei ASML um 3,4 Prozent und ASM um 2,9 Prozent nachgaben. STMicroelectronics verlor in Paris und Mailand jeweils 3,6 Prozent. Der deutsche DAX gab um 0,4 Prozent nach, belastet durch einen Rückgang von Siemens Energy um 3,25 Prozent.

Anleger flüchteten in defensive Titel. Unilever und Coca Cola konnten an der Londoner Börse zulegen. In Paris stieg der Lebensmittelhersteller Danone um 2,2 Prozent. Dagegen fielen Energie- und Rohstoffwerte: TotalEnergies verlor 2,7 Prozent, ArcelorMittal 2,1 Prozent.

Experten sehen langfristigen Aufwärtstrend intakt

Trotz der starken Volatilität bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend bei Gold laut Apurva Sheth von Samco Securities intakt. Der Analyst betrachtet den Rückgang eher als Pause denn als Trendwende. Die langfristige Preisstruktur zeige weiterhin höhere Hochs und höhere Tiefs. Frühere Ausbruchszonen hielten, was darauf hindeute, dass institutionelle Investoren bei Rücksetzern kaufbereit seien.

Sheth erwartet, dass Gold in den kommenden Monaten in einer Handelsspanne verbleiben könnte. Dies sei nach starken Rallyes üblich, um die Stimmung abkühlen zu lassen und Positionierungen zurückzusetzen. Solange wichtige Unterstützungen halten, bleibe die breitere Tendenz aufwärts gerichtet.

Schwierige Aktienauswahl im Energiesektor

Die Quartalsberichte von Exxon Mobil und Chevron vom Freitag verdeutlichten die Herausforderungen bei der Einzeltitelauswahl. Obwohl die Ergebnisse die Gesamtsicht auf den Energiesektor nicht veränderten, fand ein erheblicher Handel zwischen Investoren statt. Laut einem Bericht von S&P Global aus dem Jahr 2024 blieben mehr als drei Viertel der Aktien im S&P 500 über einen Zeitraum von 20 Jahren hinter dem Index selbst zurück. Dies unterstreicht die Schwierigkeit, langfristige Gewinner auszuwählen, selbst für professionelle Marktteilnehmer.

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