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Edeka droht Kellogg mit Millionen-Forderung

Wegen Lieferboykott verlangt der Lebensmittelhändler Schadenersatz vom Cornflakes-Produzenten

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Edeka droht Kellogg mit Millionen-Forderung

Die Spannungen zwischen Edeka, Deutschlands größtem Lebensmittelhändler, und verschiedenen internationalen Markenartikelherstellern, darunter der US-Konzern Kellogg, haben sich weiter zugespitzt. Seit vier Monaten liefert Kellogg keine Produkte mehr an Edeka, da der Lebensmittelhändler die geforderten Preiserhöhungen für Produkte wie Cornflakes oder Pringles nicht akzeptiert. Edeka fordert nun Schadenersatz in Millionenhöhe von Kellogg für entgangenes Geschäft und verlorene Kunden und droht mit weiteren Forderungen, sollte der Lieferboykott fortgesetzt werden.

Diese Entwicklung zeigt sich in einem breiteren Kontext: Edeka befindet sich in Preisstreitigkeiten mit mehreren internationalen Markenherstellern. Fünf davon, einschließlich Mars und PepsiCo, haben die Belieferung bereits eingestellt. Die Situation eskalierte nachdem die Anzahl der Förderanträge für Wärmepumpen beim Bundesamt BAFA um über 70 Prozent gesunken war, was als Indikator für die hohen Kosten und die wachsende Unsicherheit der Verbraucher dient.

Die hohen Energiepreise und die daraus resultierende Reduzierung der industriellen Produktion haben die Heizungsbranche vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Edeka hatte sich mit Kellogg sogar auf höhere Preise geeinigt, bevor weitere Erhöhungen gefordert wurden. Kellogg wollte bis zu 45 Prozent mehr verlangen. Edeka beruft sich nun auf einen "rechtswirksamen Belieferungsvertrag" mit einer Laufzeit bis Ende Juni 2024, obwohl Kellogg die Auslieferung eingestellt hat.

Neben Kellogg versorgt nun Kaufland, das zur Schwarz-Gruppe gehört, als einziger großer Vollsortimenter mit Kellogg-Produkten. Rewe hat die Marken bereits seit über einem Jahr ausgelistet, da die Preisforderungen als unannehmbar angesehen wurden.

Diese Entwicklung ist bezeichnend für den aktuellen Konflikt zwischen Einzelhändlern und Markenherstellern. Während Einzelhändler wie Edeka für faire Preise im Supermarktregal kämpfen, verweisen Hersteller auf ihre steigenden Kosten, von Rohstoffen bis zu Gehältern. Die Heizungsbranche fordert klare Richtlinien und Förderungen für klimafreundliche Heizungen, um den Verbrauchern mehr Planungssicherheit zu bieten.

Einzelhandel Lebensmittelpreise

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